Eine Super mini Installation
Vorgeschlagen wird eine Super Mini-Installation in ca. 45 min alles inbegriffen.
(hängt von der internet-Verbindung ab und wie weit der Benützer mit dem Ausfüllen der Masken des Debian-Installers (frz. Seite!) vorher geübt ist)
Vorkehrungen
In Ergänzung der sonst vom Debian-Installer gestellten Fragen muss man die Bezeichnung seines Linux-Grafik-Treibers vorher kennen! Beispielsweise Grafikset aus der Familie i810; ggf. Bezeichnung vorher bei einem Debian-Repository online überprüfen.
ISO-Herunterladen
Wenig runterladen schlage ich vor, eine ISO-Datei viel kleiner als im Kredittkartenformat (sie speichern bis 50 Mb) da nur ca 35 à 40 Mb hier herunterzuziehen.
Die ISO brennen
Achtung, schön aufpassen, wirklich als ISO (Spezialbrennmodus) zu brennen, damit die CD selbststartend wird (bootable).
Beides nimmt ca. 10 Minuten in Anspruch.
Eine "Tool"-Datei anfertigen
Zur drastischen Beschleunigung der Installation, eine einfache Textdatei mit folgendem Inhalt bereithalten. Diese Datei kann man beispielsweise im Wurzel-Ordner einer fat32-Partition (freeDOS, Windows; reactOS habe ich noch nie probiert), die man /dos (eine der 2 Optionen, die der Installer vorschlägt, wenn man beim manuellen Partitionieren eine fat32-Partition im im Aufbau befindlichen neuen Linux-Dateiensystem einbinden möchte) anläßlich der Installation nennen wird.
Textvorschlag (beispielsweise unter dem Namen aptitude.txt als /dos/aptitude.txt zu speichern):
- aptitude install clex gpm jed links didiwiki cups gkdebconf xserver-xorg-video-xyz x11-xserver-utils x11-xfs-utils xkbset xkbsel desktop-base menu jwm hp48cc mgp grun iceweasel qemu mtools
Im Textsegment xserver-xorg-video-**//xyz//** ersetzen Sie **//xyz//** durch die für Ihre Grafikkarte richtige Ergänzung! Bei der Nachkontrolle dieser Bedieneranleitung wurde beispielsweise //xserver-xorg-video-i810// benützt! Hinweis: auf Grund der Abhängigkeit werden eventuell zusätzliche richtige Treiber automatisch mitinstalliert, hier beispielsweise //xserver-xorg-video-intel// . Deshalb ist überhaupt diese Textdatei so kurz: allein die Anforderung von //gkdebconf// lädt unzählige wichtigen Bestandteile mit!
Installation Phase 1
Die selbststartende ISO-CD wird in den Haupt-CD-Laufwerk eingelegt; neustarten (falls der Laufwerk nicht abgefragt wird und daher nicht starten, nochmals machen, aber dabei zuerst die BIOS-Einstellungen korrigieren).
Optionen erscheinen. Je nach Wunsch wie folgt weitermachen:
- beim Wunsch nach **squeeze** (derzeit "testing"-Version von Debian) > für die grafische Installation
- beim Wunsch nach **SID** (stets die "experimentelle" Version von Debian) > für "andere Wahlen" > > dann für in der nächsten Maske für das grafische Expertenmodus
Bei der Installation die Vorgabe folgen.
Im Expertenmodus werden zusätzliche ungewöhnliche Fragen gestellt, die man meisten einfach ignorieren kann... Wichtig ist da "stable" - "testing" - "experimentell", richtig je nach Wunsch zu wählen!
Nicht vergessen, unsere ///dos//-Partition anläßlich der manuellen Partitionierung einzubinden! Hinweis: Da der Debian-Installeur ein Partionierungswerkzeug bereitstellt, braucht man keins davon zusätzlich zu installieren. Dieses Werkzeug ist sehr leistungsfähig. Man kann Partitionen löschen und anlegen und die Größe bestehender Partitionen ändern.
Taksel
Am Ende der Phase 1, schlägt Taksel voreingestellte Selektionen vor. Haken entfernen! Mit leerem Taksel weitermachen (Taksel ist ein Standardprogramm, welches man jederzeit wieder aufrufen kann, um global mehr nachzuinstallieren)!
Installationsphase 1 bis zu Ende machen und wie vorgeschlagen neustarten. Die CD wird herausgeworfen und ist nicht mehr nötig!
Es sind jetzt ca 18 Minuten seit dem Start mit der ISO-CD vergangen.
Phase 2
Login beim Neustart als "root" mit dem entspr. Passwort.
Partition verlassen und ins das Wurzelverzeichnis /dos gehen.
Eingeben:
- sh cat aptitude.txt
Eine Installation von, beispielsweise, 225 Pakete, dabei werden 133 Mb heruntergeladen und 345 Mb installiert, startet (war so ohne qemu und ohne mtools mit den i810 Treibern: hängt beispielsweise von den Abhängigkeiten der Treiber von solcher Hardware ein bischen ab und kann schwanken. Qemu ist mehr eine Gedächstnisstütze: viele Anwender werden kein Interesse dran haben, und mtools hängt stark, nicht nur, zusammen. Man kann beide Wörter löschen. In meinem französischen Original hatte ich beides nicht genannt).
Eingeben:
- jed /boot/grub/menu.lst Die Zeile beginnend mit dem Wort "kernel" ergänzen, um das Beste aus Ihrem Monitor herauszuholen, beispielsweise vga=775 .
Eingeben
- didiwiki -p 8000
Vielleicht erscheint eine Fehlermeldung, die, bei mir zumindest, ohne Folge bleibt: es funktioniert trotzdem!
Grafikmodus starten
Das ist die eventuell heikle Phase der ganzen Sache! An meinen PCs ist sie meistens richtig unangenehm... Meine Vorgehensweise:
Eingeben:
- Xorg -configure
und zuerst unbedingt das machen, was x.org in der darauf folgender Meldung sagt!
Da ich weiss, daß meine Chips aus der i810-Reihe unbequem sind, mache ich dann (gilt weit nicht überall!) dann sofort:
Eingeben:
- cp /root/xorg.conf.new /etc/X11/xorg.conf jed /etc/X11/xorg.conf
In jed lösche ich alle Auflösungsfestlegungen am Schluss in der Datei und behalten nur:
- Section "Screen"
- Identifier "Screen0" Device "Card0" Monitor "Monitor0"
SubSection "Display"
- Viewport 0 0 Depth 24 Modes "1280x960" "1152x864" "1024x768" "800x600"
- Identifier "Screen0" Device "Card0" Monitor "Monitor0"
Daß heißt, ich habe meine Auslösungen beschränkt und festgelegt und die Inhalte angegeben, die ich als passend für meine Grafikkarte kenne, sonst geht mein Bildschirm nach startx "ins Nirvana" (ich habe Belinea-Flachbilschirme 1400x1050 ; bislang konnte ich nur in besipielsweise der Gnome-Session diese max. Auflösung erreichen!
Jetzt ist es an der Zeit (35. Minute nach dem Start der ISO-CD) einzutippen:
- startx
Xwindows erscheint, der extrem einstellfreudige, winzige Deskop-Verwalter JWM reagiert etwas wie in Windows 98, stellt eine Uhr zur Verfügung, die Menus sind da und werden ohne Arbeit von Debian verwaltet, etc. Man kann sich ein Hintergrundsbild im Web aussuchen, eine Kopie davon so benennen, wie erwartet, und schon hat man eine schöne Oberfläche!
Platzbedarf dieser mini-Installation mit Xwindow auf der Festplatte: 930 Mb beim einer Partitionsgrösse von 3,52 Mb. Es ist extrem wenig für eine Debian-X-Installation (der Verbrauch wird stark von der Partitionsgrösse beeinflusst: um so größer, umso mehr Platz zu deren Verwaltung benötigt!).
Installation ohne Xwindows
Um nur das Kommando-Zeilen-Modus zu installieren, in aptitude.txt entweder vor oder nach dem Wort cups löschen (je nachdem ob man drucken will oder nicht eben)! Das ist ganz einfach und man ist dann sehr schnell fertig, wobei man zudem mit weniger Platz auf der Festplatte auskommt.
Diese Installation nur in Kommando-Zeilen-Modus ist schon sehr komfortable:
- gpm für die Maus,
- clex für Ordner und Dateien,
- jed und nano zum Editieren
- aptitude für übersichtliche Installationsaufgaben
- links zum Surfen im Web (ja das geht, gut sogar, aber ohne Bilder etc),
didiwiki aufgerufen in links mit dem url http://localhost:8000 um Notizen zu schreiben, ordnen, verknüpfen, und schön formatiert zu schreiben
cups, sofern man es beibehält, auch in links mit dem url http://localhost:631, um schön zu drucken (aber Achtung: cups ist ein Elefantenpaket!)
und, errinern Sie sich: man verfügt im Kommando-Zeilen-Modus über 6 Konsolen, sehr leicht und schnell mit Ctrl+Alt+eine der 6 F1-F6-Tasten erreichbar!