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Debootstrap
Aus DebianforumWiki
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Warnung: Da bei dieser Installationsvariante alle elementaren Einstellungen per Hand vorgenommen werden müssen, ist sie auf keinen Fall für Einsteiger geeignet! |
Debootstrap ermöglicht die Installation eines Debian Betriebssystems aus einem laufendem System heraus. Insbesondere
kann dabei das Installationsziel eine physikalische Partitionen oder aber eine chroot-Umgebung sein. Debootstrap selber
installiert nur ein minimales Grundsystem, was zunächst noch einigen Anpassungen bedarf. Ist dies geschafft, kann
man sehr leicht mittels apt ein vollwertiges System erstellen. Dieser Artikel will dabei die prinzipielle
Vorgehensweise aufzeigen.
Inhaltsverzeichnis |
Vorbereitungen
Als Voraussetzungen ist es zunächst einmal nötig das Paket "debootstrap" installiert zu haben. Soweit zu nötigen Paketen. Als nächstes muss das Ziel vorbereitet werden. Dazu wird das Wurzelverzeichnis erstellt. Ist das Ziel eine chroot-Umgebung, ist dies schnell mit dem Erstellen des Verzeichnisses getan.
Für eine herkömmliche Installation hingegen, muss zunächst partitioniert werden und die Partitionen entsprechend in das Verzeichnis gemountet werden. Auch empfiehlt es sich gleich weitere Pseudo-Dateisysteme zu mounten. Ist das Wurzelverzeichnis /target, genügt dazu
root@debian:~$ mkdir /target/dev
root@debian:~$ mkdir /target/sys
root@debian:~$ mount --bind /proc /target/proc
root@debian:~$ mount --bind /dev /target/dev
root@debian:~$ mount --bind /sys /target/sys
Ist diese Arbeit getan, kann mit dem eigentlichen Debootstrappen begonnen werden
Der Debootstrap Vorgang
Das Programm debootstrap erwartet drei Argumente. Das ist erstens der (Code)name der zu installierenden Debianversion
also z.B. lenny, squeeze oder unstable. Zweitens wird der Pfad zum Wurzelverzeichnis benötigt, etwa /media/newdeb. Und drittens
die Adresse eines Debianspiegels, z.B. http://ftp.de.debian.org/debian. Desweiteren ist die Option --arch für die Zielarchitektur zuständig, wird dieser Parameter nicht angegeben, wird automatisch die Architektur des aktuellen Systems benutzt. Für weitere Optionen siehe Manpage von
debootstrap.
Ein 32-Bit System installiert man also mit:
Ein 64 Bit System dagegen mit:
Nun ist es Zeit für die obligatorische Tasse Kaffee. Ist das Debootstrapen abgeschlossen, kann es mit den grundlegenden Einstellungen weitergehen.
Das neue System einrichten
Nun gilt es, insbesondere für herkömmliche Installationen, die wichtigsten Einstellungen vorzunehmen. Dazu wechselt man per
in die neue Installation.
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Hinweis: Im folgenden sind vor allem die zu erledigenden Schritte bei einer herkömmliche Installationen erklärt. Wird statt dessen ein Chroot erstellt, so muss im einzelnen geprüft werden, welche Schritte zu viel sind und welche noch fehlen. |
Zunächst überprüfen wir den Inhalt der /etc/apt/sources.list und korrigieren, soweit nötig. Anschließend wird ein
ausgeführt.
Nun installieren wir folgende Pakete via apt:
Zusätzlich benötigen wir einen Kernel. Dazu installiert man am besten das Paket
linux-image-686 bzw.
linux-image-amd64
Abschliesend wird mit
die Locale und das Charset eingestellt.
Jetzt kommt ein häufiger und gern vergessener Schritt!
Das root-Passwort setzen:
Es ist auch möglich, gleich mit adduser weitere Benutzer zu erstellen.
Weitere Schritte, die im Rahmen dieses Artikels nicht im Detail besprochen werden:
- In /etc/fstab die benötigten mounts eintragen (Nicht proc vergessen! Ein Eintrag dafür wäre: proc /proc proc defaults 0 0 )
- In /etc/network/interfaces die Netzwerkkarten einrichten, insbesondere das Loopback-Interface
- In /etc/hostname den Hostnamen festlegen
- In /etc/hosts Alias festlegen
- In /etc/resolv.conf den Nameserver eintragen, falls kein DHCP benutzt wird
Damit ist die Konfiguration abgeschlossen und es kann der erste Systemstart folgen. Dazu wird zunächst noch ein Bootloader benötigt.
Grub installieren
Man installiert das Paket
grub und richtet den Bootloader entsprechend ein,
Der erste Systemstart
Mit exit wird die chroot-Umgebung verlassen, anschließend erfolgt der Reboot.
Ist alles korrekt eingerichtet, müsste uns nach einer Weile der Login-prompt unseres neuen Debian begrüßen.
Wir haben jetzt ein vollwertiges Debian, das nach Lust und Laune mit Programmen bestückt werden kann.
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