Installation eines Tonstudios

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Hinweis: Lob, Kritik und vor allem Erfahrungswerte mit der hier beschriebenen Installation in diesem Thread mitzuteilen wären dem Autor eine große Hilfe, den Artikel weiter zu verbessern oder ein wenig Bestätigung zu erhalten, dass alles gut ist, so wie es ist.


Dies ist eine ausführliche Dokumentation zur Installation eines Tonstudios (Kurzanleitung gibt´s hier) unter Debian Squeeze sowie einer ersten Hilfestellung zum Thema Realtime und Realtime-Kernel (auch kurz RT-Kernel genannt). Dieses Tonstudio zielt (momentan noch) auf die Gruppe der Musikproduzenten und Komponisten.

Man sollte für diese Anleitung ein wenig Erfahrung mit Debian oder einer anderen Linux-Distribution haben und sich ein wenig mit der Konsole (Terminal) auskennen. Des weiteren sollte man wissen, was ein home-Verzeichnis ist sowie was user- bzw. root-Rechte sind. Sollte man Linux noch gar nicht kennen, könnte dieser Artikel speziell für Musiker sehr hilfreich für den ersten Einstieg und Verständnis sein.

Die hier aufgeführte Software ist ausnahmslos open source, das heißt kostenlos (mit teilweise kleinen Einschränkungen) und gleichzeitig von professioneller Qualität (!). Unterstützen Sie die Macher mit einer kleinen Spende, Sie haben sehr viel Arbeit und freie Zeit in die einzelnen Projekte gesteckt!

  • Minimalanforderung Hardware: Festplatte 40GB, 1,5GB RAM, CPU 1,6 GHz. Ausreichend, wenn man nur das LinuxSampler-Projekt, einen Sequencer, Jack, zwei Synths und ein paar wenige andere Sachen nutzt sowie nur kleinere Sampledateien verwendet.
  • Empfohlene Hardware: Festplatte 2TB, 4-8GB RAM, Mehrkernprozessor. Damit wird man ohne Probleme auch komplexere Sachen machen können.


Inhaltsverzeichnis

Kurzübersicht

Die Installation eines Tonstudios läuft in nur wenigen Schritten ab, die in dieser Dokumentation ausführlich beschrieben werden. Der Abschnitt Kompilieren & andere Distributionen beinhaltet einleitende Informationen und grundsätzliche Überlegungen zu Debian im Vergleich zu anderen Distributionen und kann nach Bedarf übersprungen werden.

Neuinstallation - Kapitel 3
... von Debian Squeeze. Ein schon vorhandenes Debian Squeeze kann auch verwendet werden, dann kann man dieses Kapitel überspringen (nicht empfohlen).
Latenzen (optional) - Kapitel 4
Einfache Tonstudios können dieses Kapitel überspringen. Komplexere bzw. professionelle Tonstudios sollten einen RT-Kernel beinhalten in Verbindung einer editierten limits.conf.
Software - Kapitel 5/7
Vorgefertigt für verschiedene Musikrichtungen (Kapitel 5) oder selbst zusammenstellen mit Hilfe der aufgeführten Links (Kapitel 7).
Konfiguration - Kapitel 6
... eines einfachen Beispiel-Tonstudios.

Kompilieren & andere Distributionen

Warum nicht eine fertige Distribution verwenden wie Ubuntustudio, 64studio und wie sie alle heißen? Für Anfänger ist dies für einen ersten Einstieg sicherlich nicht das Schlechteste. Es ist zunächst scheinbar einfacher, solch eine Distribution zu verwenden. Der große Nachteil ist allerdings, dass man auf fertige Pakete aufbaut und als User dadurch meist nicht so wirklich in das Thema "Pakete bauen" oder "Installationen aus den sources" einsteigt - aus Bequemlichkeit, die sich oft rächt. Das Kompilieren ist zwar für den Anfänger zunächst einiges an Arbeit, zahlt sich am Ende allerdings aus. Hier, hier und hier kann man zum Einstieg etwas über das Kompilieren für´s Verständnis lesen. Hinzu kommt, dass viele Studio-Distributionen nicht reibungsfrei funktionieren und oft eine Menge Nacharbeit anfällt, die oft mehr ist als ein System von Grund auf aufzusetzen. Einzige Ausnahme scheint momentan die Distribution AV Linux zu sein (basierend auf 32-Bit-Debian, erstellt mit Remastersys). Nur - wie lange wird es diese Distribution geben? Bei Debian, auf denen unglaublich viele Distributionen aufbauen, kann man da sicher sein. Für Profis eignet sich außer Debian die Distribution Arch-Linux. Um Arch-Linux zu beherrschen muss man allerdings tief in der Linuxwelt eingetaucht sein.

Ein Beispiel, warum sich das Kompilieren lohnt: wenn man das hochprofessionelle Ardour aus den Paketen installiert (oder in besagten Distributionen schon vorinstalliert ist), hat das Programm aus lizenzrechtlichen Gründen keine VST-Schnittstelle. Kompiliert man es selbst, ist das sehr weit verbreitete VST in Ardour implementiert (nur für 32-bit!) - Link. Der LinuxSampler ist aus ähnlichen Gründen gar nicht erst in den Paketquellen. Beispiele dieser Art gibt es so einige. Mit Distributionen kommt man da manchmal nicht ganz so weit, vor allem wenn man mit Musik professionell arbeitet. Ausnahme ist hier wieder AV Linux, wo auch die VST-Version von Ardour vorinstalliert ist.

Da die Linuxgemeinde im Bereich Audio in steter Bewegung ist und ihre Software permanent verbessert wird und dadurch die Windows-Software teilweise sogar überholt (!) ist es oft sinnvoller, sich das Aktuelleste selber zu kompilieren. Auch hier ein Beispiel: der Qsampler aus den Paketquellen kann (konnte?) die Soundengines nicht richtig verwalten, ein selbst kompiliertes Qsampler allerdings schon. Auch diese Liste ließe sich verlängern.

Trotz alledem gibt es natürlich viele Programme, die man bequem aus den Quellen direkt installieren kann weil diese Programme schon sehr ausgereift sind. Am besten ist, man informiert sich eingängig vor der Installation über den Entwicklungsstand der Software um entscheiden zu können, ob man ein fertiges Paket nimmt oder lieber selber kompiliert. Der Autor wird immer wieder versuchen, in der Link-Rubrik Tipps zu geben was man eher aus den Quellen installiert (was immer einfacher ist und weniger Arbeit bedeutet) und was man besser kompilieren sollte.

Neuinstallation

Vorüberlegungen

Das stabilste System erhält man nicht nur, indem man ein Debian-Linux nutzt sondern auch, indem man eine Neueinstallation von Debian auf einer eigenen Partition macht, die nur für das Tonstudio zuständig ist. Das wäre der sicherste Weg, wenn es um Stabilität geht. Natürlich kann man ein Tonstudio auch in ein schon laufendes Debiansystem installieren oder umgekehrt das Debian-Tonstudio-System auch für seine Büroarbeit o.ä. nutzen. Davon wird allerdings eher abgeraten, wenn man, was Stabilität angeht, auf der sichersten Seite stehen will.

Vor der Neuinstallation sollte man sich gründlich überlegen, ob man ein 32-Bit- oder ein 64-Bit-Debian installieren will. 64-Bit hat gegenüber 32-Bit nur den Vorteil, dass es bei sehr großen Datenmengen eventuell schneller läuft (und auch nur dann) und das man wesentlich mehr RAM als 4GB nutzen kann. Das geht allerdings auch mit einigen Tricks auf 32-Bit. Will man außerdem Ardour zum Mischen, Schneiden und Aufnehmen verwenden und dies in Verbindung einer VST-Schnittstelle wird man dies nur für 32-Bit können. Ein Ardour ohne VST-Schnittstelle aus den Quellen oder auch selbst kompiliert läuft auch auf 64-Bit.

Los geht´s

Die eigene Rechnerarchitektur herausfinden (mittels des Befehls uname -m - meist amd64 (x86_64) für einen 64-Bit-Rechner oder i386 (i686) für einen 32-Bit-Rechner - ein 32-Bit-Debian kann problemlos auf einem 64-Bit-Computer installiert werden), Debian-CD runterladen (kleine CDs) und brennen, die Kabelverbindung zum Internet herstellen, CD einlegen und den Rechner (neu) starten. Es erscheint das Installationmenü. Im Laufe der Neuinstallation werden verschieden Dinge abgefragt. Folgende Punkte sollten erfüllt sein, alle anderen Optionen während der Installation können nach Vorgabe übernommen werden:


  • Nach dem Starten des Rechners mit CD den Punkt Advanced -> expert install auswählen
  • "alle verfügbaren Treiber" auswählen
  • folgende Installer-Komponenten sollten ausgewählt werden:
    • parted-udeb: Manually [...]
    • sound-modules-2.6.32-5-amd64-di:sound support (nur 64-bit)
    • ntfs-modules [...] wählen, wenn Windows auf dem gleichen Rechner schon installiert ist und man Zugriff auf seine Windowsdaten haben will (Dualboot).
  • Anfänger, die Ihren Rechner mit Debian Squeeze ganz neu aufsetzen, sollten in der Installationsrubrik Festplatten partitionieren der Einfachheit halber die Option Geführt - vollständige Festplatte verwenden und Alle Dateien auf eine Partition ... auswählen. Alles, was auf dem Rechner drauf ist, wird dann allerdings vollständig gelöscht und das neue Debian über alles Vorhandene drübergebraten.
  • Die Frage root anmelden erlauben mit nein beantworten und ein eigenes Nutzerkonto anlegen
  • Die Frage, ob man non-free-Software verwenden will bejahen.

Tipps

  • Hat man schon ein Linuxsystem auf dem Rechner, empfiehlt es sich, den GRUB am Ende der Neuinstallation NICHT zu installieren. Nach abgeschlossener Installation muss man sein "erstes" Linuxsystem booten und dort ein sudo update-grub ausführen. Es wird das neue Linux, das für das Tonstudio installiert wurde, gefunden und entsprechend eingetragen, sodass man nun nach einem nochmaligen Neustart beim Booten das Tonstudio-Linuxsystem auswählen kann. Das ist zwar etwas umständlich, bedeutet jedoch, dass es nur einen GRUB gibt und verschiedene GRUBs nicht durcheinander kommen können. Baut man sich einen RT-Kernel, so muss auch dieser über das erste Linuxsystem mit einem sudo update-grub eingebunden werden!
  • Wenn ein Windows schon auf dem Rechner ist und auch bleiben soll, muss man vor der Installation von Debian Squeeze die Festplatte mit Windows defragmentieren, Platz schaffen (am besten eine neue, unformatierte, leere Partition erstellen) und danach die Installation auf einer neuen Partition machen. Während der Debian-Installation wählt man unter Festplatten partitionieren aus, dass der komplette freie Platz der Festplatte verwendet werden soll. Wie das alles geht, bitte im Netz suchen, das würde diese Anleitung hier eindeutig sprengen. So entsteht ein Dualbootsystem. Der GRUB-Bootloader findet am Schluss der Debian-Installation automatisch das Windows. Man sollte GRUB dann in den MBR installieren. Man kann nach der Installation dann zwischen Windows und Debian beim Booten auswählen.
  • Keine separate home-, boot- oder sonstwas Partition wählen, sondern alles auf eine Partition installieren. Die separaten Partitionen sollten nur erfahrene Anwender machen und die sollten bedenken, dass die root-Partition mindestens 15GB haben sollte.
  • Wenn die Kabelverbindung nicht sofort per DHCP erkannt wird, mehrmals versuchen.
  • Nach der Installation: sollte man ein Dualboot mit zwei Linuxsystemen installiert haben, kann es sein, dass die SWAP-Speicher-Partition neu formatiert wurde und diese dadurch eine neue UUID bekommen hat. Dies muss man in der /etc/fstab-Datei entsprechend ändern, damit der Auslagerungsspeicher beim Booten des Systems fest eingebunden wird und vom System auch benutzt wird. Für ein Tonstudio ist SWAP-Speicher unbedingt notwendig!
  • Bitte kein Pulseaudio nachinstallieren, das gibt wahrscheinlich nur Probleme gerade in Verbindung mit Jack. Für das Tonstudio sollte als Soundserver nur Jack in Verbindung mit ALSA benutzt werden.
  • Wilde Installier- und Deinstallierorgien sollte man gerade als Anfänger auf einem parallel installierten Test-Tonstudio auf einer eigenen Partition machen (oder einem anderen Rechner mit dem gleichen Debian Squeeze - oder noch besser auf einem virtualisierten Debian was am bequemsten und sichersten ist) um das eigentliche Produktivsystem nicht eventuell instabil werden zu lassen. Auf diesem Testsystem kann man sich dann genüsslich jeden Fehler erlauben oder auch mal den Überblick verlieren (was nach Erfahrung schneller geht, als man denkt). Das bedeutet zwar ein wenig mehr Arbeit, lohnt sich allerdings sehr.

Latenzen

Generelles

Wer noch überhaupt nichts über Latenzen oder RT-Kernel beziehungsweise Echtzeitpriorität weiß sollte sich vorab dieses Video für´s generelle Verständnis anschauen.

Zu hohe Latenzen erzeugen bei einem komplexeren Tonstudio bei der Soundausgabe kleine Knackser o.ä.. Des weiteren kann es sein, dass ein Ton nicht sofort erklingt, wenn man auf seiner MIDI-Tastatur eine Taste gedrückt hat. Je niedriger die Latenzen sind, umso direkter spricht z.B. das MIDI-Keyboard an und desto komplexer kann man sein Tonstudio ohne jegliche Probleme nutzen.

Niedrigere Latenzen erreicht man am einfachsten durch das Editieren der limits.conf. Das sollte man auf jeden Fall machen, weil es einfach und effektiv ist, egal wie neu der Rechner auch sein mag. Sollte das nicht ausreichen, muss man sich mit dem Thema RT-Kernel beschäftigen. Der einfachste Weg ist, einen vorkompilierten Kernel zu installieren und aus zu probieren. Sollte das aus irgendwelchen Gründen zu Problemen führen kommt man nicht drum herum sich einen Kernel selbst zu kompilieren.

Des weiteren muss man nach dem Editieren der limits.conf und/oder dem Installieren eines RT-Kernels bei der Konfiguration von Jack (wenn man diesen benutzt) die richtigen Einstellungen machen, um die Latenzen weiter nach unten zu drücken. Ohne diese Einstellungen wird eine veränderte limits.conf oder ein RT-Kernel kaum Änderungen bringen. Die Konfiguration von Jack (über das Frontend Qjackctl) kann z.B. so aussehen:

  • Frames/Periode auf einen möglichst kleinen Wert, z.B. 128 oder 256
  • Perioden/Puffer z.B. zwischen 2 und 5 und mit den Frames/Periode-Werten kombinieren & durchspielen
  • Soft-Modus Häkchen setzen
  • sich im Meldungen- und/oder Status-Fenster von Jack die XRuns anzeigen lassen
  • solange Werte ausprobieren bis man keine (oder fast keine) XRuns mehr hat, dann hat man die best möglichen Latenzen eingestellt.

Die Rechnerleistung spielt bei diesen Dingen auch ein Rolle. Je leistungsfähiger der Rechner, desto weniger spielen Latenzen eine Rolle, wenngleich man auch bei einem leistungsstarken Rechner zumindest die limits.conf editieren sollte.

limits.conf

In der limits.conf werden die Ressourcen für die Benutzer des Systems festgelegt. Für ein Tonstudio ist es natürlich mehr als sinnvoll, dass man für die Echtzeitprioritäten (rtprio) höchste Stufe ansetzt, jeglichen Speicher (memlock) freigibt und dem Benutzer für alle Programme, die im Tonstudio fast ausschließlich Soundprogramme sind, Vorrang vor den anderen Programmen zu geben (nice).

Man bearbeite die /etc/security/limits.conf mit root-Rechten und füge vor der letzten Zeile diese drei Zeilen ein:

  • USER - rtprio 99
  • USER - memlock unlimited
  • USER - nice -19

Wobei man für USER seinen System-Benutzernamen eintragen muss (auf Groß/Kleinschreibung achten).

Wenn man das gemacht hat, Rechner neu starten und mit einer neuen Konfiguration in Jack sehen, wieweit sich die Latenzen verbessern lassen. Sollte es Probleme geben, sollte man den rtprio-Wert auf 90 stellen und den memlock-Wert auf einen begrenzten Wert einstellen. Der nice-Wert sollte auch auf einem Wert von -10 gute Dienste leisten, wobei man anmerken muss, dass im Internet Informationen zu finden waren die besagen dass man die Zeile mit dem nice-Wert überhaupt nicht braucht.

RT-Kernel

Fertige RT-Kernel werden viele im Netz angeboten. Teilweise vorkonfiguriert zum dann selber bauen, teilweise komplett fertig zum Installieren. Unter den Links weiter unten wird einiges zu dem Thema aufgeführt. Das selber kompilieren kostet etwas Kompilierzeit führt dafür allerdings mit Abstand zum besten Ziel von niedrigen Latenzen. Mittlerweile gibt es ein HowTo für den Bau eines Realtime Kernels für den Audiobereich, der sehr einfach in ein paar Schritten gemacht werden kann.

Den relativ aktuellen und fertig gebauten 2.6.39er RT-Kernel und Header für Debian Squeeze und Debian Sid kann man hier herunterladen. Bitte nochmals beachten: ein selbst kompilierter Kernel wird wahrscheinlich besser Latenzen erzeugen als ein vorgebackener. Dann ins Download-Verzeichnis gehen und mit sudo dpkg -i <kernel/headername.deb> installieren und neu starten. Beim Booten kann man dann diesen oder den "alten" Kernel auswählen. Dieser Kernel ist auf mehreren Rechnern mit Debian Squeeze getestet und für gut befunden worden.

Natürlich kann man auch nach fertigen Nicht-Debian-Kerneln suchen (z.B. von der AV Linux-Distribution - vorsicht, nur 32-Bit) und per trial&error ausprobieren. Allerdings hat der Autor dieser Anleitung einige Kernel von 64Studio und Ubuntustudio für Debian Squeeze getestet und nicht einen einzigen zum flüssigen Laufen gebracht.

Hier nochmals der Link zum Kompilieren eines eigenen RT-Kernels: Realtime Kernel

Software

Warnung.png Warnung: Für alle Empfehlungen gilt, dass der Soundserver Jack installiert ist und benutzt wird!

Hinweis.png Hinweis: Hier entstehen kurze Beschreibungen mit Empfehlungen, welche Software für welche Art Musikschaffenden (Techno, Kunstmusik, Filmmusik, Rock, Toningenieur etc) eher geeignet ist. Eine schöne Ergänzung sind die umfangreichen Link unten im Artikel. Einfach installieren und loslegen. Die Liste wird wohl nie ganz vollständig sein, was wohl daran liegt, dass die Entwicklung im Audio-Linuxbereich permanent weiter geht.

Kunstmusik / Filmmusik

Hiermit ist das gemeint, was die GEMA unter E-Musik fassen würde und alles was von dort aus Richtung U geht aber nicht ist. Komponisten dieser Art werden als allererstes einen guten Sequencer mit Notensatz brauchen. Hiermit kann man alle Klänge direkt ansteuern und alles vernünftig aufschreiben. Als nächstes braucht man Orchester- und Klavierklänge, die man über einen Sampler organisiert. Wer mehr in die Neue Musik geht, der wird auch elektronisch berechnete Klänge brauchen. Hier bieten sich die Synths und komplexere Programme an. Sollte man in diesem Bereich live auftreten, wäre es auch gute, diese Klänge live steuern und verändern zu können. Letztlich will man alle Sachen mischen, aufnehmen und mastern. Effekte können die elektronischen Klänge gut verändern oder die Naturklänge noch verbessern.

Alles in allem ergibt sich daraus folgendes Basis-Studio für diese Gruppe mit folgenden Programmen:

  • Sequencer: Rosegarden
  • Notensatz: Rosegarden, Frescobaldi, Lilypond, NtEd, Denemo
    • am Professionellsten ist mit Abstand Lilypond, das bedeutet allerdings Noteneingabe per Texteditor. MIDI kann man exportieren, sonst nichts. Frescobaldi (KDE) als Frontend von Lilypond kann parallel beim Editieren das Notenbild anzeigen, man kann allerdings (noch) nicht in den Noten direkt editieren sondern lediglich navigieren. Zusätzlich kann man die Komposition als MIDI-file abspielen lassen, allerdings nur von Anfang bis Ende. MIDI kann man auch in einem externen Programm abspielen lassen, dass MIDI beherrscht.
    • NtEd ist sehr einfach aber effektiv
    • Denemo hat ein wenig mehr Features als NtEd
  • Programm für Orchesterklänge, Klavierklänge und andere Samples: LinuxSampler mit den Sample-Formaten SF2, Gig, SFZ und die Plugin-Formate DSSI und LV2. VST nur über Adapter oder über Ardour oder andere Möglichkeiten.
  • Mischen, Aufnehmen, Schneiden: Ardour oder die einfachere Alternative Audacity].
  • Mastern: JAMin. Sehr gut in Verbindung mit Ardour.
  • Orchesterklänge: als Einstieg die freie Sample-Bibliothek Sonatina Symphonic Orchestra, später eher kommerzielle Bibliotheken, die meist (leider) im VST-Format zu haben sind.
  • Klavierklang: auch hier als Einstieg die freie Sample-Bibliothek Salamander Grand Piano. Nicht vergessen: mit Effekten lässt sich der Klang nochmals wesentlich den eigenen Bedürfnissen anpassen.
  • Orgelklang: Aeolus als hervorragender Orgel-Synthesizer, den man wohl nie durch bessere Klänge wird ersetzen müssen

Alle Programme bis auf den LinuxSampler kann man mit gewissen Einschränkungen der Software einfach installieren mit:

root@debian:~# apt-get install rosegarden frescobaldi nted denemo ardour jamin aeolus
Hinweis.png Hinweis: Den LinuxSampler muss man selbst kompilieren - das steht hier im Wiki beschrieben, wie das geht. Will man ein Ardour mit VST-Schnittstelle haben, so muss man ein 32-Bit-System am Laufen haben sowie das Programm ebenfalls selbst kompilieren. Die neuere Version von Rosegarden findet man über den entsprechenden Artikel hier im Wiki. Die Orchester- und Klavierklänge muss man als Datei einzeln herunterladen (nicht im Befehl enthalten) und im LinuxSampler öffnen.

Für die Neue Musik bieten sich noch die folgenden synthetischen Klangerzeuger zusätzlich an:

  • amsynth - Synthesizer
  • Bristol - Hammond & mehr. Besser selbst kompilieren.
  • Qsynth - Frontend für den FluidSynth.
  • ZynADDSubFX - sehr beliebter Softsynth
  • PhaseX - Synthesizer mit unglaublich vielen Berechnungsmöglichkeiten
  • Alsa Modular Synth (ams) - ein mächtiges Paket um eigene Synthesizer zu bauen.
  • Pure Data - ein komplexes Programm (bzw. Sprache), mit dem man eigene Softsynths, Sequencer u.ä. programmieren kann. Tutorial zu diesem Programm.
root@debian:~# apt-get install amsynth bristol qsynth zynaddsubfx phasex ams puredata

Diese zwei Listen sind noch nicht vollständig, decken aber wahrscheinlich das Nötigste ab.

Toningenieur / Tonmeister

Diese Gruppe wird im Vergleich zu den anderen Musikgruppen nur wenig Software brauchen. Da Toningenieure hauptsächlich mit Aufnehmen und Mastern zu tun haben sind folgende Programme zu empfehlen:

  • Ardour - professionellste Digital Audio Workstation (DAW). Mischen, aufnehmen, schneiden & vieles mehr.
  • JAMin - Mastering
    • Tutorial - für Ardour & JAMin in Kombination miteinander (was sehr zu empfehlen ist)
root@debian:~# apt-get install ardour jamin

Software-Liste

Hier ist eine Liste, die eine Menge an Audiosoftware auflistet. Diese Liste ist nicht nur auf Debian beschränkt, sondern behandelt auch WIndows-Software, die unter Wine läuft.

Beispiel-Konfiguration

Hinweis.png Hinweis: Egal, welche Programme man mit Jack nutzt: man sollte vor dem ersten Nutzen des Programms das Audio Device in den Einstellungen der jeweiligen Audiosoftware auf Jack einstellen und MIDI auf ALSA. Nutzt man kein Jack, sollte man das Audio Device und MIDI auf ALSA stellen.

Kurzanleitung

Hier nur ein Kurzanleitung für die Konstellation Jack-LinuxSampler-Qsampler-Rosegarden. Eine Verfeinerung der Konfiguration wird demnächst auf einer eigenen Seite besprochen werden, da es in dieser Anleitung nur um die Installation gehen soll.

  1. Jack starten (im Menü unter Multimedia zu finden, in der Konsole mit dem Befehl qjackctl starten), evtl. nach dem Start noch zusätzlich auf den Start-Button klicken
  2. Jack -> Konfiguration -> Einstellungen -> Häkchen bei Echtzeit & Soft-Modus
  3. Jack beenden und neu starten
  4. qsampler starten
  5. qsampler -> device configuration (grüner button) -> Audio devices -> Driver = Jack / Create || -> MIDI-Devices -> Driver = Alsa / Create
  6. Jack -> Verbinden... -> Audio -> LinuxSampler mit system verbinden
  7. bei Bedarf Synths o.ä. starten und wie unter Punkt 6 alles verbinden
  8. rosegarden starten
  9. rosegarden -> Studio -> MIDI-Geräte verwalten -> MIDI-Wiedergabe mit allen MIDI-Ausgaben verbinden, evtl. neue MIDI-Wiedergaben erstellen (Button "Neu")
  10. los geht´s, man kann nun in rosegarden alle möglichen Geräte ansteuern! Wie das wiederum geht, wird auf besagter externen Seite besprochen.

Jack muss generell IMMER VOR allen anderen Programmen zuerst gestartet werden!

Es kann sein, dass man ausprobieren muss, welches Programm man als user oder als root starten muss. Normalerweise sollten die Programme als user allerdings lauffähig sein. Beim gleichzeitigen Verwenden von Qsampler und Jsampler wird der LinuxSampler auf dem gleichen Port 8888 gestartet. Dadurch blockieren sich die Programme gegenseitig. Man muss für das parallele Arbeiten der -samplerprogramme einen eigenen Port für jeden einzelnen LinuxSampler vergeben.

Lädt man einen Sound in den Qsampler, muss man darauf achten, ob die MIDI-Device auf ALSA steht und das Audio-Device auf Jack. Mit Jsampler konnte der Autor nur gig-files abspielen - sf2 und sfz hat zu Fehlern geführt. Ein anderer User hatte den JSampler unter Ubuntu allerdings auf mit dem sfz-Format nutzen können. Es wird von daher empfohlen, entweder fast ausschließlich den Qsampler zu verwenden oder direkt ein LSCP-Skript (runterscrollen) für den LinuxSampler zu programmieren.

Links

Hinweis.png Hinweis: Die unter dieser Rubrik aufgeführten Programme besitzen alle eine Jack-Schnittstelle. Bei den Links wird eine Empfehlung ausgesprochen, welche Software man eher selbst kompilieren sollte und welche Software man eher aus den Paketquellen installieren sollte.

Hier gibt es eine weitere Softwareliste, die nicht nur Debian-, sondern auch Windows-Audiosoftware behandelt.

Das LinuxSampler Projekt

Man sollte die Software aus dem LinuxSampler-Projekt wie hier im Wiki beschrieben selbst kompilieren.

  • LinuxSampler - Hervorragender Sampler für das gig, sf2 und sfz Format.
  • VST-Plugin für den LinuxSampler. Ist vom Autor noch nicht getestet. Für 64-bit das [...]amd64.deb-Paket wählen. Paket ist für Ubuntu Lucid Lynx (10.04) gedacht, nicht für Debian. Also mit Vorsicht genießen!
  • Qsampler - Projektseite zum Frontend des LinuxSamplers
  • Jsampler - umfassendes Handbuch zum weiteren LinuxSamplers´ Frontend Jsampler
  • Gigedit - Instrumente im gig-Format editieren. Gigedit ist in Qsampler mittels des Button "Edit" verbunden. Quickstart & Problemlösungen.

Jack

Diese Software kann man getrost aus den Paketquellen installieren.

  • Jack - Projektseite
    • Video Tutorial - einfachster und schneller Einstieg in die Grundkonfiguration von Jack.
    • PDF Direktlink - gutes Dokument zum Verständnis und der Konfiguration von Jack.
    • Tutorial - Jack einrichten. Tutorial von den Linuxmintusern.
  • Jack Rack - Rack, um alle LADSPA-Plugins zu verstauen.
  • JackEQ - Drei-Band-Equalizer mit vier Stereo-Eingangskanälen, zwei Dual-Stereo AUX-Wegen, sowie Master- und Monitor-Stereo-Ausgängen.
    • Zusätzlicher Link zu Jack, JackEQ & Jack Rack
  • Linuxaudio - Latenztests für Jack
  • Jackplug - mit diesem Paket kann man Programme einbinden, die keine Jack-Schnittstelle besitzen.
  • dssi-host-jack (Paket) - Dies ist ein Host mit dem man neue Plugins testen kann. Es hört auf ein MIDI-Event auf einem ALSA sequncer port, transportiert diese zu DSSI synths und gibt das Ergebnis an Jack weiter. Audio input ist leider (noch) nicht möglich.
  • Jack´s Latenzen testen - erklärender Artikel zum Thema Jack und Latenztests und wie man diese Tests durchführt.

Sequencer

  • Rosegarden - Professioneller Sequencer und Notensatzprogramm in einem.
  • LMMS - umfangreicher Sequencer. Unter anderem mit VST-Schnittstelle und FruityLoops-Import.
  • renoise - Tracker. Hier gibt es eine Vorgeschichte und ein Beschreibung zum Programm. Renoise kann mit VST umgehen und wurde für 32-bit geschrieben, läuft allerdings auch unter 64-bit. Als kostenlosen Download erhält man eine leicht abgespeckte Version, die Kaufversion hat alle Funktionen. renoise ist nicht in den Quellen und muss kompiliert werden.
  • Qtractor - Tracker mit LADSPA, DSSI, native VSTi und LV2 plug-in support. Das Programm ist eher für den home-recording Bereich konzipiert. Es hat noch Alpha-Status. Die neueste Version erfordert ziemlich aktuelle Abhängigkeiten, weshalb ein kompilieren unter Squeeze nur mit weniger Funktionen des Programmes möglich ist, unter Sid wird es allerdings alle Abhängigkeiten erfüllen können und damit auch alle neueste Funktionen haben.
  • hydrogen - drum machine

Klangerzeuger

Die hier aufgeführten Synthesizer kann man, bis auf Bristol, am besten aus den Paketquellen installieren.

  • Aeolus - hervorragender Orgel-Synthesizer
  • amsynth
  • Bristol - Hammond & mehr ... Link zum Wiki und zur Kompilierung
  • PhaseX - Synthesizer mit unglaublich vielen Berechnungsmöglichkeiten
  • Qsynth - Frontend für den FluidSynth.
  • ZynADDSubFX - sehr beliebter Softsynth
  • Alsa Modular Synth - ein mächtiges Paket um eigene Synthesizer zu bauen.
  • pure data - ein komplexes Programm (bzw. Sprache), mit dem man eigene Softsynths, Sequencer u.ä. programmieren kann. ** Tutorial zu diesem Programm.
  • din - Synthesizer der dritten Generation. Installieren mit Kompilieren mittels klassischen Dreisatz. Funktioniert nur in Verbindung mit Jack.

DSSI, LADSPA, LV2 und VST

  • Linkliste mit kurzen Beschreibungen über DSSI-hosts, -synths, -plugins, -Adapter, -Tracker, -Sequencer ...
  • LADSPA - Projektseite
  • LV2 - Projektseite
  • VST-Datenbank des LMMS-Projekts
  • dssi-vst - Adapter von VST zu LADSPA / DSSI
  • FST - weiterer VST Adapter. Muss man kompilieren. Scheint schon was älter zu sein.
  • Anleitung zur Verwendung von VST in Linux. Allerdings muss man statt des Pakets liblo0-dev (in Debian Squeeze nicht vorhanden) das Paket liblo-dev installieren, will im Gesamten heißen:
root@debian:~# apt-get install libwine-dev dssi-dev dssi-host-jack liblo-dev
  • endlose Liste freier VSTs. Entweder per VST-Schnittstelle eines geeigneten Programms integrieren oder per wine ans Laufen bekommen oder dssi-vst nutzen. Viele VSTs funktionieren unter Linux nicht. Trial & Error ist hier an der Tagesordnung.

Samples & Bibliotheken

Hinweis.png Hinweis: Samples werden nicht installiert, sondern einfach ins Wunschverzeichnis kopiert und in die Synthesizer oder Sampler geladen. Viele Samples liegen im sfark-Format vor und müssen mit sfArkXTc entpackt werden. Das Komandozeilenprogramm kann man hier herunterladen. Einfach entpacken und den Befehl als root in das Verzeichnis /usr/bin kopieren. Nun kann man bequem mit sfarkxtc soundfont.sfArk die gewünschte Datei entpacken und in das gewünschte Klangerzeugungsmodul geladen werden. Für das mittlerweile ausgestorbene Pack-Format sfpack Downloadlink muss man leider mit wine arbeiten. wine kann man für diese Zwecke aus den Paketquellen installieren.

  • Sonatina Symphonic Orchestra - ein komplett freies Orchester im sfz-Format in semiprofessioneller Qualität. Als freie Samples wohl die besten, die es momentan gibt.
  • Salamander Grand Piano - freie Klaviersamples im gig-Format, aufgenommen von einem Yamaha C5 grand. Auch hier wohl die besten freien Samples, die es momentan gibt.
  • Casio VL-Tone Soundfont - "Piano"-soundfont im sf2-Format vom Casio VL-1.

Recording / Editing

  • Ardour - Professionelles hard disc recording und digital audio workstation. Bei Installation aus den Paketquellen fehlt die VST-Schnittstelle. Dies wird durch das Kompilieren von Ardour umgangen. VST kann man allerdings nur für 32-bit Systeme einkompilieren!
  • audacity - Mehrspur-Audiodateien mit Leichtigkeit schneiden, konvertieren, und bearbeiten. Für mp3-Nutzung lame installieren. Bei der Verwendung mit dem Soundserver Pulseaudio, den man generell für ein Tonstudio nicht verwenden sollte, wird es wahrscheinlich zu größeren Problemen kommen. Audacity unterstützt LADSPA und ab Version 1.3 auch VST (der VST Enabler ist hier nicht mehr notwendig). Hier wird das Programm kurz vorgestellt. Audacity kann man aus den Paketquellen installieren.
  • ReZound - Audiodateien bearbeiten. Unterstützt LADSPA.
  • JAMin - Mastering mit LADSPA-Schnittstelle. Kann man mittlerweile aus den Standardquellen installieren. Das Kompilieren wird auf der Seite von JAMin erklärt (kompilieren mit dem klassischen ./configure-Dreisatz, welches am Paketmanagement vorbei geht).
    • Tutorial - Archiv downloaden, entpacken, ard-jam-tutorial.html öffnen und lernen, wie man mit JAMin in Kombination mit Ardour mastert.

MIDI

Die MIDI-Keyboards kann man aus den Paketquellen installieren.


Realtime-Kernel

Das Patchen und Selber-Bauen ist einem fertigen Kernel klar vorzuziehen! Es gibt ein einfaches HowTo zum Thema.

Es gibt zwei Wege, um einen Realtime-Kernel zu installieren. Entweder die Installation fertiger RT-Kernel oder das Patchen eines "normalen" Kernels (s.o. Latenzen).

Bevor man sich hier durchwühlt sollte man vorher testen, ob man überhaupt einen Realtime-Kernel braucht. Kernel, die keine Squeeze-Kernel sind (Ubuntu, Debian Sid etc) sollte man mit Vorsicht geniessen weil diese "Fremdkernels" mit gewisser Wahrscheinlichkeit andere Abhängigkeiten brauchen bzw. erzeugen könnten als die Squeeze-Kernel. Dies kann beim Kompilieren zu Fehlermeldungen führen, wodurch der Prozess abbricht und man im Netz nach der Fehlerursache suchen muss. Dann ein sudo make-kpkg clean, mit xconfig oder einem anderen Programm den Kernel neu konfigurieren und alles von vorne.

Hier sind ein paar fertige Kernel für Squeeze zu finden, einfach installieren und ausprobieren. Ein 39er Kernel ist auch für Sid dabei:

Fertige RT-Kernel - der 2.6.39er-Squeeze-Kernel/Header ist eine klare Empfehlung für Debian Squeeze. Er wurde auf mehreren Rechnern mehrere Wochen getestet und für gut befunden. Einziges Problem könnte sein, dass man nicht mehrere Monitore gleichzeitig nutzen kann.

Ansonsten ...

  • Einführungsvideo welches sehr gut und einfach erklärt, was Realtime ist und was Latenzen sind. Super für´s Verständnis der Materie.
  • limits.conf - Tutorial-Video zur limits.conf, welches erklärt, wie man die Latenzen seines Systems ohne speziellen RT-Kernel verbessern kann.
  • Xenomai - real-time development framework. Mit Xenomai kann man den aktuellen Debian-Squeeze-Kernel patchen.
    • Dokumentation zur Installation bzw. zum Patchen des vorhanden Kernels
    • HowTo - mit Xenomai einen Debian-Kernel patchen. Xenomai ist fester Bestandteil von Debian.
      • Einfach mit dem Paketmanager alle Pakete installieren, die mit dem Suchbegriff xenomai angezeigt werden.
      • Dann direkt zu Schritt Building a Xenomai patched Linux kernel package.
        • Kernel-Versionsnummer 2.6.32.5 und Xenomai 2.5.4-3 verwenden
        • für 32-bit i386 und für 64-bit amd64 verwenden
        • Ab hier ist Arbeit angesagt, weil man speziell für amd64-Architekturen beim Konfigurieren aufpassen muss (s. hier und hier). Da man einen eigenen Kernel per wget heruntergeladen hat und diesen patched (und nicht den von der Neuinstallation) kann man immer wieder gefahrlos neu konfigurieren, kompilieren und installieren bis es perfekt läuft! Es sei noch darauf hingewiesen, dass der Kernelbau mit make-kpkg einiges an Zeit in Anspruch nehmen kann (bei alten Rechnern bis zu 3 Stunden - bei sehr neuen Rechnern teilweise nur 15 Minuten).


Weitere Realtime-Kernel-Projekte:

  • RTAI - Real Time Application Interface.
  • Pengutronix - fertige Debian-Sid(nicht Squeeze!)-Pakete eines RT-Kernels.
  • 64studio - Tipp, wie man die sources.list erweitert (Unterpunkt Debian) um dann vom 64studio-Projekt einen rt-kernel zu bauen.
  • Wikiartikel - wie man einen Vanilla-Kernel auf RT umbauen kann. Gut für´s generelle Verständnis.

Weitere externe Links

  • linuxaudio
  • Artikel - wie man sich einen Relatime-Kernel mit ein paar Schritten kompiliert.

Sonstiges

  • Musix-Wiki - plattformübergreifendes Wiki. Auch mit außerbetriebssystemischen Fragen & Antworten.
  • Hardware, die von Linux unterstütz wird. Die Liste hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
  • Linkliste zu allen Linux-Audiothemen, die ziemlich vollständig erscheint.
  • Anleitung in englischer Sprache, wie man per ./configure etc. installiert und nicht per selbst gebauten Paketen wie in dieser Anleitung.
  • linuxaudio - englisches Audio-Wiki. Zusätzliche Links zu anderen Wikis
  • Linux-Sound - Sammlung von allem Möglichen zu Linux & Musik
  • linuxmusicians - englisches Wiki
  • Kurzer Artikel zu der Frage: Linux für die Musikproduktion? Geschrieben von einem DJ für DJs.
  • xwax - Digitale Medien mit Turntables mit timecoded vinyls abspielen. Beat mixing und scratch mixing - was für DJs.
  • gtklick - Metronom
  • terminatorX - Scratchen wie die Hiphoper. Mit Sequencer, MIDI, LADSPA. Unterstützt alle gängigen Soundformate.
  • Soundsystem - Seite für´s Verständsnis, wie das Soundsystem in Debian bzw. Ubuntu funktioniert.
  • Audiosoftware gelistet auf Wikipedia
  • Eine weitere Audiosoftwareliste auf Wikipedia


Seite erstellt von: Musix 21:53, 30. Nov. 2011 (CET)

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