Grafiktreiber für NVIDIA

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Vergleich: Proprietärer Treiber - Freier Treiber

Ideologische Überlegung

Wenn möglich sollte man den freien Treiber nutzen und nicht den proprietären von NVIDIA. Wer einen proprietären Treiber installiert, verdirbt den Kernel. Der Kernel wird dann auch "tainted" genannt. Das mag zunächst sehr harmlos klingen. Allerdings haben proprietäre Treiber für freie Betriebssysteme weitreichende Folgen:

  • der Wettbewerbsvorteil der Hersteller wird zerstört, die ihre Hardware mit freien Treibern ausliefern.
  • der Anreiz zur Entwicklung freier Software wird stark geschwächt
  • die Linux Kernel Entwickler verweigern den Support für tainted Kernel
  • die Zulässigkeit proprietärer Treiber wird von einigen Entwicklern in Frage gestellt

Es liegt an jedem von uns, Hardware-Hersteller zu unterstützen, die freie Treiber entwickeln (weitere Infos). Auf der LCA 2008 sprach Dirk Hohndel zum Thema "offene Treiber für Linux".

Zur Zeit kommt man aber, wenn man 3D-Beschleunigung benötigt (noch) nicht um den Treiber von nVidia herum, allerdings könnte sich das in Zukunft dank dem nouveau-Treiber ändern.

Technische Unterschiede

Im 2D-Betrieb, also als Arbeitsplatzrechner ohne Ansprüche für grafisch aufwendige Programme, nehmen sich die freien Treiber nv, nouveau und der proprietäre Treiber nvidia fast nichts. In der Regel sind alle Bildschirme, ob CRT oder TFT und per VGA oder DVI angeschlossen, ohne Probleme benutzbar, es werden alle Auflösungen und Bildwiederholfrequenzen unterstützt, sowie der Betrieb im so genannten Dual-Head Modus*. Für den proprietären Treiber spricht allerdings, die Unterstützung des TV-Out. Dieser ist unter nv und nouveau leider etwas zickig. Für den freien Treiber nouveau spricht, dass er als einziger Treiber das Kernel Mode Setting beherrscht.

Im 3D-Betrieb sieht das Bild leider (noch) anders aus. Hier gewinnt klar der proprietäre Treiber nvidia, denn derzeit ist er der einzige Treiber mit nennenswerter Unterstützung für den 3D-Modus. Für nouveau ist 3D-Unterstützung geplant und auch bereits im Upstream Projekt testbar, allerdings ist es noch nicht stabil genug, sodass sogar die Entwickler selbst von der Nutzung abraten.

Desweiteren unterstützt der unfreie Treiber VDPAU, eine Technik zur Videowiedergabe über die Grafikkarte, was besonders bei schwachen CPUs erst ermöglicht, hochauflösende Videos (wie Blueray) wiederzugeben.

(* Dual-Head ermöglicht es, mehrere Bildschirme parallel zu betreiben und je nach Wunsch, den Desktop zu duplizieren oder zu vergrößern.)

Installationsanleitungen

Auf den Seiten

wird die Vorgehensweise erklärt, wie man entweder den freien oder den proprietären Treiber installiert.


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