Dell Precision M6500

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Inhaltsverzeichnis

Dell Precision M6500

Diese Wiki-Seite basiert auf diesem Thread:

Diskussion 117694

Bestellkonfiguration

Gehäuse Silber (Non-Covet)
Display 1920×1200 Pixel White LED
CPU Intel Core i7 820QM
Kamera 2 Megapixel + Mikrofon
RAM 2×2 GB 1066 MHz
Festplatte 2×500 GB HDD 7200 U/min
opt. Laufwerk DVD+/-RW Tray-Load (Schublade)
Grafikkarte NVIDIA Quadro FX 2800M
WLAN EMEA Dell 1510 (a/b/g/n)
Bluetooth Dell 365
Netzteil 210 W "Slim Adapter"
Betriebssystem FreeDOS
Garantie 3 Jahre Basisgarantie + Pro Support (vor Ort) + Complete Care (Unfallschutz)
Preis (02/2010) 2689,99 Euro


Dokumentation

Geräteübersicht (Hardware), (De-)Montageanleitung, Technische Daten, LED-Fehlercodes, BIOS-Übersicht

http://support.dell.com/support/edocs/systems/wsm6500/ge/index.htm

Hardware

lspci -v

Icon pastebin.gif 34550

lshw

Icon pastebin.gif 34507

lshal

Icon pastebin.gif 34508

hdparm -iI

Icon pastebin.gif 34548

(sda und sdb sind vom gleichen Typ: Seagate ST9500420ASG)

Kompatibilität

Das System läuft bei mir unter Lenny mit dem Backports-Kernel 2.6.32 bzw. seit dem 20.09.2010 unter Squeeze. Wenn nicht anders vermerkt beziehen sich die Angaben in diesem Artikel auf Lenny mit Backports-Kernel.

2.6.26 2.6.32 (Lenny) 2.6.32 (Squeeze)
Turbo Boost  ? + [1] + [1]
korrekte Auflösung + + +
OpenGL  ? + (mit NVIDIA-Treiber 190.53 aus Sid) + (mit Debianpackage.png nvidia-glx)
Displayhelligkeit + + +
VGA  ? +  ?
Display Port  ? + +
Sound (Lautsprecher) - + +
Sound (Audiobuchsen) + + +
Sound (DisplayPort)  ?  ? - [2]
Ethernet + + +
WLAN - [3] - [3] + [3]
USB + + +
Expresscard (USB) + + +
Expresscard (PCIe)  ?  ?  ?
SDHC-Slot + + +
PC-Card  ?  ?  ?
e-SATA  ? + +
Firewire  ? + +
Bluetooth  ?  ?  ?
Kamera  ? + +
DVD + teils [4] teils [4]
Touchpad + + +
Trackpoint + + +
Tastaturbeleuchtung teils [5] teils [5] teils [5]
Touchpadbeleuchtung - [5] - [5] - [5]
Suspend to RAM  ?  ? + [6]
Suspend to Disk  ?  ? + [6]

[1] Ob Turbo Boost tatsächlich funktioniert lässt sich wie folgt feststellen:

user@debian: cat /sys/devices/system/cpu/cpu0/cpufreq/scaling_available_frequencies 
1734000 1733000 1599000 1466000 1333000 1199000

Der erste Wert muss nun 1 MHz über dem Nominaltakt der CPU liegen. Tatsächliche Turbo-Boost-Taktraten lassen sich momentan leider nicht mit Bordmitteln auslesen. /proc/cpuinfo liefert lediglich den Nominaltakt. Zum Auslesen des tatsächlichen Takts eignet sich dieses Tool:

http://code.google.com/p/i7z/

[2] DisplayPort wird nicht als Audiogerät erkannt:

user@debian: aplay -l
**** Liste der Hardware-Geräte (PLAYBACK) ****
Karte 0: Intel [HDA Intel], Gerät 0: STAC92xx Analog [STAC92xx Analog]
  Sub-Geräte: 0/1
  Sub-Gerät #0: subdevice #0
Karte 0: Intel [HDA Intel], Gerät 1: STAC92xx Digital [STAC92xx Digital]
  Sub-Geräte: 1/1
  Sub-Gerät #0: subdevice #0

[3] Das "Dell"-WLAN-Modul ist ein Broadcom BCM4322 das nur sinnvoll mit proprietären Treibern von Broadcom selbst zu betreiben ist soweit ich gelesen habe. Ich habe versucht es unter Lenny zum Laufen zu bringen, sowohl mittels Debianpackage.png b43-fwcutter als auch durch manuelles Kompilieren des 64bit-Treibers (V5.60.48.36) von broadcom.com [7]. Die Installation des Debianpakets bzw. das Kompilieren des Kernelmoduls und das anschließende Aktivieren des Moduls verliefen erfolgreich. ifconfig fand das Interface trotzdem nicht.

Unter Squeeze reicht zur Inbetriebnahme die Installation von Debianpackage.png broadcom-sta-common und Debianpackage.png broadcom-sta-source und ein Debianpackage.png module-assistant-Einzeiler:

root@debian:~# m-a a-i broadcom-sta

Dann alle anderen störenden Kernel Module entladen (entfällt nach Neustart [8], Module werden geblacklistet) und anschließend das Kernel Modul laden:

root@debian:~# modprobe -r b43 b44 b43legacy ssb
root@debian:~# modprobe wl

Wer lieber freie Treiber verwendet sollte ein paar mehr Euro in das Intel-5300-Modul investieren, viele M6500-Nutzer schwören allerdings auf das nochmals etwas teurere 6300er-Modul.

[4] DVD+RW wird nur sehr langsam gebrannt:

Debianbug.png 578546

[5] Die Tastaturbeleuchtung kennt drei Stufen: "aus", "nach Tastendruck einige Sekunden an" und "permanent an". Während die ersten beiden vom BIOS gesteuert werden benötigt die letzte eine Software die vermutlich den Timer immer wieder zurücksetzt. Jedenfalls lässt sich auch unter Windows nur mit dieser Software die Tastatur permanent beleuchten. Andernfalls verhalten sich die letzten beiden Stufen identisch und die Beleuchtung geht nach einigen Sekunden ohne Tastendruck aus. Auch das Touchpad hat wohl eine Beleuchtung. Ob es sich dabei um ein serienmäßiges oder ein optionales Feature handelt weiß ich nicht. Ich habe jedenfalls nie eine Beleuchtung des Touchpads gesehen.

[6] Suspend to RAM bzw. Disk funktioniert unter Squeeze im Grunde problemlos, nur die Displayhelligkeit ist danach auf Minimum gesetzt und muss manuell wieder hochgeregelt werden.

[7] http://www.broadcom.com/support/802.11/linux_sta.php

[8] Das zunächst funktionstüchtige WLAN-Modul wird nach dem Neustart nicht sauber initialisiert. Um eine Lösung habe ich mich noch nicht abschließend gekümmert.

Details ab hier: Beitrag 788592

Benchmarks

CPU

nbench

Icon pastebin.gif 34486

7z b

Icon pastebin.gif 34659 [9]

System Stability Tester

Icon pastebin.gif 34658 [9]

[9] Idee von hier: Diskussion 120672

GPU

Unigine Heaven v2.1 (Squeeze mit NVIDIA 195.36.24)

Render opengl opengl opengl opengl
Mode 1024x768 windowed 1920x1080 fullscreen 1024x768 8xAA windowed 1920x1200 8xAA fullscreen
Shaders high high high high
Textures high high high high
Filter trilinear trilinear trilinear trilinear
Anisotropy 16x 16x 16x 16x
Occlusion enabled enabled enabled enabled
Refraction enabled enabled enabled enabled
Volumetric enabled enabled enabled enabled
Replication disabled disabled disabled disabled
Tessellation disabled disabled disabled disabled
FPS 38.5 21.6 22.3 7.2
Scores 970 543 563 182
min FPS 16.4 12.9 11.4 3.8
max FPS 87.4 40.7 39.3 12.3

(AA in den letzten beiden Spalten der Mode-Zeile steht für AntiAliasing.)


OpenGL-Bildschirmschoner

glxgears -info

Icon pastebin.gif 34549

GLBlur

Einstellung: Geschwindigkeit = max; Blur Smoothness = max; Wandern = true; Rotation = um alle drei Achsen

Benchmark: FPS = 20,10; Polygone = 113

Sierpinski3D

Einstellung: Geschwindigkeit = max; Dauer = max; max. Tiefe = 6; Drahtgitter = false

Benchmark: FPS ~ 160; Polygone ~ 16 (schwankt zwischen 4 und 1024)


Festplatten

interne Festplatte (/dev/sda)

hdparm -iI:

root@debian# hdparm -tT /dev/sda

/dev/sda:
 Timing cached reads:   15208 MB in  2.00 seconds = 7612.53 MB/sec
 Timing buffered disk reads:  300 MB in  3.02 seconds =  99.39 MB/sec

palimpsest: PNG 1172x593 194kB

externe Festplatte (Firewire 400 - LaCie Rugged FW-USB)

hdparm -iI:

root@debian# hdparm -tT /dev/sdd

/dev/sdd:
 Timing cached reads:   17244 MB in  2.00 seconds = 8634.89 MB/sec
 Timing buffered disk reads:  114 MB in  3.04 seconds =  37.55 MB/sec

palimpsest: PNG 1172x593 202kB

externe Festplatte (eSATA - WD MyBook 1TB)

hdparm -iI:

root@debian# hdparm -tT /dev/sde

/dev/sde:
 Timing cached reads:   15236 MB in  2.00 seconds = 7625.66 MB/sec
 Timing buffered disk reads:   26 MB in  3.09 seconds =   8.41 MB/sec

palimpsest: PNG 1172x593 239kB

(Die eSATA-Ergebnisse sind durch den Controller des externen Festplattengehäuses stark beeinträchtigt. Eine IcyBox mit einer 720U/min-HDD erreichte per eSATA etwa 60GB/s. Das SATA-Interface der IcyBox scheint aber mittlerweile defekt zu sein so dass ich keine genauen Daten liefern kann)

mSATA-SSD Intel 310 SSDMAEMC080G2

hdparm -iI:

root@debian# hdparm -tT /dev/sdd

/dev/sdd:
 Timing cached reads:   13224 MB in  2.00 seconds = 6621.29 MB/sec
 Timing buffered disk reads: 410 MB in  3.00 seconds = 136.52 MB/sec

palimpsest: PNG 1128x575 88kB

Kaufbericht

Betriebssystem

Das Gerät wird u.a. mit RHEL 5.x beworben [10] [11] ist so aber nicht erhältlich. (Unter RHEL 5.x ist keine volle Funktionsfähigkeit der Soundkarte gegeben (getestet mit CentOS 5.4). Die internen Lautsprecher funktionieren nicht, der Kopfhörerausgang schon. [12])

Eine Bestellung ohne Windows (stattdessen mit FreeDOS) ist telefonisch prinzipiell möglich, aber sehr umständlich. Die Dell-Mitarbeiter, welche die Bestellung aufnehmen, haben nicht die Möglichkeit Windows aus der Konfiguration zu entfernen. Das gibt offenbar ihre Software nicht her. Wenn man aber darauf besteht, das Gerät nur ohne Windows oder gar nicht zu kaufen, besteht eine realistische Chance, dass der Mitarbeiter am Telefon sich mit seinem Vorgesetzten in Verbindung setzt. Dieser kann Windows aus der Konfiguration entfernen. Da dabei aber sehr lange Kommunikationswege entstehen, sind Missverständnisse bei der Konfiguration nahezu unausweichlich und die Geduld der Dell-Mitarbeiter kennt Grenzen. Also am besten erstmal ohne Berücksichtigung des Betriebssystems eine Konfiguration absprechen und dann zum Schluss die Entfernung von Windows verlangen.

RAM

Das M6500 wird mit bis zu 16GB RAM beworben [10] [11]. Dies wird dadurch ermöglicht, dass 4 SO-DIMM-DDR3-Slots verbaut sind. Zwei auf der Unterseite hinter der Serviceklappe, zwei auf der Oberseite unter der Tastatur. Es gibt aber mindestens zwei verschiedene Mainboardvarianten. Die ältere (laut Aussage von Dell für Clarkdale-CPUs) hat alle vier Slots. Der neueren (laut Dell für Arrandale-CPUs) fehlt das Modul mit den Slots unter der Tastatur. Somit sind hier nur maximal 8GB möglich.

Es gibt bereits eine Ankündigung, dass das M6500 mit 32GB RAM verfügbar sein wird, was auf eine Kompatibilität mit 8GB-Modulen schließen lässt [13]. dmidecode widerspricht dem allerdings:

root@debian# dmidecode | grep 'Physical Memory Array' -A 6
Physical Memory Array
	Location: System Board Or Motherboard
	Use: System Memory
	Error Correction Type: None
	Maximum Capacity: 16 GB
	Error Information Handle: Not Provided
	Number Of Devices: 4

Ursache dafür ist offenbar ein falscher Eintrag zur Maximalkapazität im BIOS der aber keine Auswirkung auf die Funktionalität hat. Laut Aussagen eines Dell-Mitarbeiters wurden bereits Geräte mit 32GB RAM ausgeliefert.

Kundenbewertung

Die unter [11] verlinkten Testberichte sind zensiert. Vor meinem Kauf gab es dort nur einen negativen Testbericht (1 Stern) der die fehlenden seriellen und parallelen Schnittstellen bemängelte. Ich selbst habe nach meinem ersten fehlgeschlagenen Versuch das Gerät mit RHEL zu kaufen eben dies in einem zwei-Sterne-Bericht bemängelt [14]. Mein Bericht tauchte dort nie auf, der andere wurde kurze Zeit später gelöscht.


[10] http://content.dell.com/de/de/corp/d/press-releases/2009-12-02-precision-m6500.aspx

[11] http://www1.euro.dell.com/de/de/unternehmen/4x_precn_m6500/fs.aspx?refid=4x_precn_m6500&s=bsd&cs=debsdt1 -> "Weitere Details" -> "Technische Daten"

[12] https://bugzilla.redhat.com/show_bug.cgi?id=509526

[13] http://en.community.dell.com/dell-blogs/enterprise/b/inside-enterprise-it/archive/2010/07/20/another-first-dell-precision-m6500-17-mobile-workstation-now-available-with-32gb.aspx

[14] Beitrag 749740


Nachträgliche Modifikationen

Aufrüstung RAM

Die Erweiterung des RAM auf 12GB durch 2 Module Kingston KVR1066D3S7-4G (4GB, PC3-8500, 1066MHz) in den Slots A & B unter der Tastatur funktioniert problemlos.

HDD-Caddy in DVD-Schacht

Ich habe das DVD-Laufwerk durch eine Festplatte (WD3200BEVT) in diesem Caddy [15] ausgetauscht. Dabei handelt es sich um einen Caddy mit 9,5mm Bauhöhe und SATA-Port der innerhalb dieser Spezifikationen vermutlich beliebig austauschbar ist. Die Verarbeitung ist einfach aber stabil. Die Aussparung für die Festplatte ist lang genug für die eingebaute Festplatte, aber nicht lang genug um die Festplatte erst hineinzulegen und dann in den Port zu schieben. Daher muss der Port beim Einstecken mit sanfter Gewalt hochgebogen werden.

Die Passgenauigkeit im Notebookgehäuse ist bestenfalls dürftig, was nicht am Notebook liegt, da das DVD-Laufwerk perfekt passt. Die Blende ist etwa einen halben Millimeter zu hoch und zu breit. Ich habe sie mit einer Feile bearbeitet. Zusätzlich ist der äußere SATA-Port etwas zu kurz, so dass sich der Caddy trotz bearbeiteter Blende nicht vollständig im Gehäuse versenken lässt. Er steht knapp einen Millimeter hervor. Die verbaute LED, die vermutlich Zugriff auf die HDD anzeigen soll, funktioniert nicht.

Die Festplatte selbst arbeitet im Caddy hingegen wie eine intern verbaute. Sie wird als solche erkannt und erreicht für eine 2,5"-HDD mit 5400U/min typische Transferraten von gut 60MB/s.

Da man ab und zu doch noch ein optisches Laufwerk braucht habe ich einen externen USB-DVD-Brenner getestet. Das M6500 kann von diesem über jeden USB-Port booten und mit Brasero lassen sich auch problemlos DVDs brennen.

[15] http://newmodeus.com/shop/index.php?main_page=product_info&products_id=269

Intel-mSATA-SSD SSDMAEMC080G2 (80GB) in FCM-Slot

Das M6500 hat einen sogenannten FCM-Slot, was eine Schnittstelle für mSATA-SSDs im Mini-PCI-Express-Format ist welche intern am 4. SATA-Port hängt. Darin habe ich die 80GB-Version von Intels mSATA-SSD installiert. Zum fixieren des Moduls habe ich bis auf Weiteres eine der beiden Schrauben der Serviceklappe verwendet.

Mein ursprünglich installiertes BIOS A00 erkannte die SSD jedoch nicht. Nach einem BIOS-Update auf A06 wird die SSD erkannt und das BIOS bietet an von der SSD zu booten sofern die Festplatten im BIOS nicht als RAID konfiguriert sind. Die RAID-Einstellung nahm ich noch unter BIOS A00 vor weil angeblich nur dann eine SSD im FCM-Slot erkannt wird. Ob es sich dabei um eine Beschränkung von Windows oder von BIOS-Versionen vor A06 oder schlicht um eine Falschinformation handelt kann ich nicht sagen. Mit A06 und ohne RAID funktioniert die SSD unter Debian jedenfalls problemlos. Mit RAID hatte ich erstens das Problem dass die (nicht im RAID befindliche) SSD im BIOS nicht als Bootoption zur Verfügung stand, ich somit für Grub2 ein anderes Ziel finden musste, und zweitens eine Installation von Grub auf das RAID-Volume oder eine seiner HDDs fehlschlug. Mir blieb beim ersten Installationsversuch somit nur die zu dem Zeitpunkt eingesteckte Expresscard-SSD oder die im Schacht des optischen Laufwerks befindliche 3. HDD als Ziel für Grub. Nach der Rückumstellung des BIOS' von RAID auf AHCI und einer erneuten Installation von Debian kommt Grub2 nun von der mSATA-SSD.

Seit der Installation der mSATA-SSD bekomme ich eine Fehlermeldung die mit meinem Broadcom-WLAN zusammenzuhängen scheint:

ssb: ERROR: PLL init unknown for device 4322
ssb: ERROR: PMU resource config unknown for device 4322

Ob es einen kausalen Zusammenhang gibt kann ich bisher nicht sagen. Ob das WLAN beeinträchtigt ist weiß ich nicht da ich es auch vorher nicht genutzt habe. Erkannt wird das Modul zumindest. Andere Systeme scheinen nicht betroffen zu sein. Die Fehlermeldung erhalte ich auch von einem nicht auf der SSD installierten Squeeze und ich erhielt sie auch schon vor dem BIOS-Update.

BIOS-Update

Da Dell seine BIOS-Updates nicht als ISO-Image sondern nur als Windows- bzw. DOS-Executable anbietet habe ich mir einen FreeDOS-USB-Stick erstellt, dorthin das DOS-BIOS-Update kopiert und vom Stick gebootet um das Update durchzuführen. Beim Update selbst müssten sowohl Netzteil als auch Akku eingesteckt sein sonst verweigert das Update-Programm den Dienst.

Das FreeDOS-USB-Image habe ich von [16] und es einfach mit dd auf den USB-Stick geschrieben. Nach dem Beschreiben musste ich den nicht gemounteten Stick zunächst abziehen und wieder einstecken bevor ich das 32MB große FAT16 auf ihm mounten konnte um das BIOS-Update zu kopieren.

[16] http://derek.chezmarcotte.ca/?p=188

Subjektive Eindrücke

Gehäuse

Das Gehäuse ist sehr stabil und erwärmt sich im Berieb auf der Oberseite kaum. Die Unterseite wird im zentralen Bereich, wo der Anschluss für die Docking Station sitzt, unter Last aber sehr warm bis heiß.

Trotzdem alle Oberflächen matt sind, bleiben gern Fingerabdrücke zurück. Diese sind im Normalfall unsichtbar, aber bei schrägem Lichteinfall deutlich zu sehen. Das Problem ist längst nicht so gravierend wie bei Klavierlack-Oberflächen, aber ich habe auf Notebooks schon besseres gesehen.

Tastatur

Hier besteht das gleiche Fingerabdruckproblem wie auf dem Rest des Gehäuses. Ich vermisse drei Tasten: Super_R, Menu und die rechte Fn-Taste (durch das Fehlen der Fn-Taste sind zur Displayhelligkeitssteuerung mit den Pfeiltasten sehr große oder beide Hände nötig.) Abgesehen davon überzeugt die Tastatur: große Hubwege, klar definierte Druckpunkte, kein Durchbiegen

Display

Helligkeit und Kontrast sind mit dem WLED-Display beeindruckend. Für Bildbearbeiter relevante Aussagen zur Farbwiedergabe kann ich nicht machen. Ich kenne aber Berichte von Bildbearbeitern die das WLED-Display dem RGBLED-Display (deckt angeblich Adobe-RGB-Raum zu 100% ab) wegen besserer Gamma-Werte vorziehen. Die Blickwinkelstabilität ist für ein Notebook weder herausragend gut noch schlecht. Horizontal ist sie in Ordnung, vertikal sieht man ab ca. 45° invertierte Farben.

Kamera

Die 2MPx-Kamera kommt auch mit vergleichsweise wenig Licht aus und zieht kaum nach (etwa vergleichbar mit der Video-Funktion guter digitaler Kompaktfotoapparate)

Sound

Tiefen werden über die internen Lautsprecher in Anbetracht der Größe annehmbar wiedergegeben. Bei den Höhen besteht aber ein klares Defizit. Der Gesamteindruck ist eher dumpf und nicht blechern wie bei vielen anderen Notebooks.

Ein optischer S/P-DIF-Ausgang fehlt leider.

Geräuschkulisse

Der größere CPU-Lüfter, an den neben den beiden CPU-Heatpipes auch eine der beiden GPU-Heatpipes angeschlossen ist, läuft fast permanent auf niedriger Stufe. Dabei gibt er ein tiefes Geräusch von sich, das bei absoluter Stille stören kann, bei Umgebungsgeräuschen (Fernsehen, Unterhaltung) aber kaum noch auffällt.

Lüftersteuerung

Mittlerweile macht sich das Verhalten des BIOS, den Lüfter bei 50°C CPU-Temperatur zu starten doch negativ bemerkbar, denn genau um diesen Wert pendelt die Temperatur bei mäßiger Beanspruchung und das wiederholte Ein- und Ausschalten des Lüfters nervt irgendwann. Der Lüfter kann mit i8kfan aus Debianpackage.png i8kutils gesteuert werden. Das Squeeze-Paket läuft mit 2.6.32 aus den Backports. Das Modul i8k muss nach Installation des Pakets manuell gestartet werden bzw. sein automatischer Start veranlasst werden. Ich finde es am angenehmsten wenn der CPU-Lüfter (Nummer 2 für i8kfan) permanent auf niedriger Stufe läuft und der GPU-Lüfter aus bleibt. Auch leichte bis mittlere CPU-Last kann so bewältigt werden. Für grafiklastige Anwendungen die z.B. OpenGL benötigen reicht das nicht. Hier steigt nach ca. 30 Minuten die GPU-Temperatur so weit, dass die Grafikkarte die Beschleunigung vorübergehend abschaltet. Ein OpenGL-Spiel stürzt dann ab, das System läuft aber weiter. Lässt man den GPU-Lüfter ebenfalls auf niedriger Stufe laufen geht auch das. Der Lautstärkepegel steigt nur leicht.

Leider wird durch den Einsatz von i8kfan die Lüfterregelung des BIOS' nicht deaktiviert. Das Ergebnis ist ein Kompetenzgerangel das zu ständigem Ein- und Ausschalten der Lüfter führt und weder für die Nerven noch für die Hardware förderlich ist. Die Lüftersteuerung lässt sich im regulären BIOS nicht deaktivieren. Es gibt aber ein verstecktes BIOS-Menü das aufgerufen werden kann während das Betriebssystem läuft. Dazu müssen Fn und Shift gleichzeitig gehalten werden, während man die Zahlenkombination 15324 eintippt. Dann fängt die Rollen-LED an zu blinken. Drückt man nun Fn + R erscheint das versteckte BIOS-Menü. Stellt man jetzt BIOS thermal controls auf disabled, so wird dem BIOS die Kontrolle über die Lüfter entzogen. Sollte i8kfan noch nicht laufen dann sollte man das zügig nachholen, da sonst die CPU-Temperatur auch bei mäßiger Last innerhalb von zwei Minuten die 90°C-Marke überschreiten wird.

Diese Änderung ist leider nicht permanent und die Fingerübung muss nach jedem Kaltstart wiederholt werden, daher habe ich den Start von i8kfan bisher nicht automatisiert. Reboots übersteht die Modifikation aber und Suspend-/Hybernate-Zyklen angeblich auch.

Schnittstellenverteilung

Display Port und VGA-Buchse sind sinnvoll an der rechten Seite im hinteren Bereich angeordnet.

SD- Express- und PC-Cardreader sind ebenfalls sinnvoll an den beiden Seiten angeordnet. Eine voluminöse PC-Card könnte aber mit dem direkt darunter liegenden DVD-Laufwerk in Konflikt geraten.

Der Firewire-Port befindet sich isoliert an der linken Kante. Es handelt sich übrigens um einen 6-poligen Firewire-Anschluss, also einen mit Stromversorgung, der auch bus-powered eine 2,5"-HDD versorgen kann.

Die USB-Ports sind mäßig sinnvoll verteilt. Zwei befinden sich übereinander an der rechten Kante ganz hinten. Hier schließt ein Rechtshänder für gewöhnlich die Maus an. Der untere Port ist mit e-SATA kombiniert, so dass bei Anschluss einer externen HDD die rechten Ports voll belegt sind. Die linken Ports befinden sich ebenfalls übereinander an der linken Kante mittig. Mehrere USB-Sticks gleichzeitig anzuschließen ist damit ohne USB-Verlängerung kaum möglich. nebeneinander liegende oder völlig getrennte Ports zumindest auf einer Seite wären sinnvoller.

Die Anordnung der LAN-Buchse ist eine Zumutung. Sie befindet sich mittig auf der rechten Seite. Ein angeschlossenes Kabel ist daher fast zwangläufig im Mausaktionsradius eines Rechtshänders, wenn man es nicht extrem biegt. Zusätzlich kreuzt es das Mauskabel.

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