Ein Terminal öffnen

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Für viele Aufgaben gibt es auch in Linux mittlerweile grafische Werkzeuge. Diese kann man sich bei Bedarf zusätzlich installieren. Doch das Werkzeug der Wahl, das immer funktioniert, ist die Kommandozeile. Hier findet Ihr die Anleitung zur grundlegenden Benutzung der Kommandozeile.

Begriffsklärung

Terminal

Das Terminal ist das Fenster, dass Ihr auf dem Bildschirm seht. Das kann entweder in der grafischen Umgebung sein, so wie in Bild 1 zu sehen, oder auf einer Textkonsole zu sehen in Bild 2. Die Textkonsole ist auch dann eingerichtet, falls keine Grafikausgabe auf dem System installiert ist.

Shell

Die Shell ist ein Programm, dass die Eingaben von der Tastatur annimmt und dann entweder selbst ausführt oder ein gewünschtes anderes Programm startet. Die Standardshell in Debian ist die bash, ein sehr umfangreiches und komfortables Programm, mit dem man auch schon recht umfangreiche Programme schreiben kann, wenn man das möchte (siehe Shellprogrammierung). Die Shell ist das Programm, das innerhalb eines Terminals läuft.

Prompt

Der Prompt ist ein Text, der anzeigt, dass die Shell bereit ist und auf Benutzereingaben wartet. Für Benutzer endet der Prompt üblicherweise mit einem $-Zeichen. Für den Root-Benutzer mit einem #-Zeichen. Der Prompt kann auch beliebig angepasst werden.

Benutzer-Shell

Eine Benutzer-Shell ist eine Shell die mit normalen Benutzerrechten läuft. Die Benutzershell ist der Normalfall, wenn Ihr ein Terminal öffnet. Zu erkennen ist das am $-Zeichen am Ende des Prompts. So sehen zwei übliche Varianten eines Benutzerprompts aus:

user@debian:~$ 
$ 

Root-Shell

Eine Root-Shell ist eine Shell die mit Superuserrechten läuft. Der Root-Benutzer hat volle Systemrechte auf das gesamte System. Der Root-Zugang dient für administrative Aufgaben und sollte nur für diese Zwecke verwendet werden. Ein fehlerhaftes oder bösartiges Programm unter Benutzerrechten kann höchstens die Daten des betreffenden Benutzers löschen oder stehlen. Ein Programm - mit Root-Rechten ausgeführt - kann das ganze System inkl. der Daten aller Benutzer löschen oder zerstören. Zu erkennen ist die Root-Shell am #-Zeichen am Ende des Prompts. So sehen zwei übliche Varianten des Rootprompts aus:

root@debian:~# 
# 

Terminal öffnen

grafisches Terminal

Ein grafisches Terminal könnt Ihr öffnen, indem Ihr im Anwendungsmenu nach Systemwerkzeugen bzw. Terminal Ausschau haltet. Meist ist auch ein Root-Terminal oder ein Superuser-Terminal zu finden, dass Ihr hier erst einmal nicht benötigt. Man kann natürlich auch mehrere Terminals gleichzeitig öffnen, in denen man verschiedene Dinge ausführt.

Textkonsole

Wenn Ihr keine grafische Oberfläche installiert habt, erscheint beim Hochfahren automatisch der Login-Bildschirm der Textkonsole. Hier könnt Ihr Euch mit Eurem Benutzernamen und Eurem Passwort anmelden.

Ihr könnt auch von der grafischen Oberfläche zur Textkonsole wechseln mit den Tastenkombinationen Strg + Alt + F1 ... F6. Mehrere Tastenkombinationen deswegen, da es mehrere Textterminals gibt. Zurück zur grafischen Oberfläche kommt Ihr mit Strg + Alt + F7 oder Strg + Alt + F8 .

Die Textkonsole kann hilfreich sein, falls die grafische Oberfläche einmal nicht mehr reagiert. Wechselt zur Textkonsole und Ihr könnt dort weiterhin Kommandos ausführen.

Benutzer wechseln

Wenn Ihr von Eurem Benutzerterminal zum privilegierten Root-Modus wechseln wollt, dann meldet Euch entweder auf einer der Textkonsolen direkt als root mit dem zugehörigen Root-Passwort an, oder verwendet das Kommando su - in einer Benutzershell:

user@debian~$ su - 
Passwort: 
root@debian~# 

Dass Ihr das korrekte Root-Passwort eingegeben habt, seht Ihr am Root-Prompt (#-Zeichen).

Verlassen der Root-Shell

Die Root-Shell kann jederzeit mit exit oder Strg + d wieder verlassen werden.