Thinkpad X220 Bios Update mit USB Stick

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Diese Seite beschreibt, wie man beim Lenovo Thinkpad X220 ein BIOS-Update mithilfe eines USB Sticks durchführen kann. Leider bietet Lenovo nur ein bootbares Image für CDs an, was für ein Gerät ohne CD-Laufwerk nicht gerade optimal ist. Allerdings lässt sich aus diesem Image ein passendes Image für einen USB-Stick extrahieren.

Warnung.png Warnung: Ein BIOS-Update ist ein riskantes Unterfangen. Durch Fehler im Updateprozess oder durch das Aufspielen eines nicht zum Mainboard passendes BIOS-Images kann zu einem vollständigen Defekt des Mainboards kommen. Ein funktionierendes BIOS lässt sich dann allenfalls noch mithilfe von Spezialhardware flashen.


Vorbereitungen

  • Das passende CD-Image mit dem BIOS-Update von der Lenovo-Seite laden
  • Das Paket Debianpackage.png gcc muss installiert sein
  • Ein USB Stick [1] muss zur Verfügung stehen
  • Die Datei isobar.c [2] muss heruntergeladen werden

Kompilieren von isobar

Zuerst wechselt man in das Verzeichnis, in dem die Datei isobar.c liegt, hier z.B. ~/isobar .

user@debian:~$ cd ~/isobar

Danach wird einfach

user@debian:~/isobar$ gcc -o isobar isobar.c

ausgeführt. Falls hier keine Fehlermeldung ausgegeben wird, ist dieser Schritt abgeschlossen.

Extraktion des Images aus der ISO-Datei

Mit folgendem Befehl wird das Image extrahiert:

user@debian:~/isobar$ ./isobar -o biosupdate.img 8duj13uc.iso
Catalog Sector: 14
Platform:       80x86 (00)
ID String:      NERO BURNING ROM
Bootable:       yes (88)
Boot Type:      hard disk (04)
Load Segment:   07c0
System Type:    06
Sector Count:   01 (1)
Image Sector:   1b
Image Size:     33554432 bytes

Wobei 8duj13uc.iso das im selben Verzeichnis liegende von der Lenovo-Seite geladene Image ist.[3]

Schreiben des Images auf den USB-Stick

Zuerst muss herausgefunden werden, welcher Gerätename dem USB Stick zugeordnet worden ist. Dies kann nach dem Einstecken z.B. folgendermaßen geschehen:

user@debian:~$ dmesg
...
[15533.070957] scsi 6:0:0:0: Direct-Access     JetFlash TS4GJFV30        8.07 PQ: 0 ANSI: 2
[15533.075312] sd 6:0:0:0: [sdc] 7987200 512-byte logical blocks: (4.08 GB/3.80 GiB)
[15533.076375] sd 6:0:0:0: [sdc] Write Protect is off
[15533.076382] sd 6:0:0:0: [sdc] Mode Sense: 03 00 00 00
[15533.077475] sd 6:0:0:0: [sdc] No Caching mode page present
[15533.077484] sd 6:0:0:0: [sdc] Assuming drive cache: write through
[15533.083737] sd 6:0:0:0: [sdc] No Caching mode page present
[15533.083747] sd 6:0:0:0: [sdc] Assuming drive cache: write through
[15533.084823]  sdc: sdc1
[15533.088794] sd 6:0:0:0: [sdc] No Caching mode page present
[15533.088801] sd 6:0:0:0: [sdc] Assuming drive cache: write through
[15533.088806] sd 6:0:0:0: [sdc] Attached SCSI removable disk

Hier im Beispiel wird der Stick offensichtlich über /dev/sdc angesprochen.

Warnung.png Warnung: Alle Daten auf dem USB-Stick gehen verloren! Es muss im Folgenden unbedingt darauf geachtet werden, dass der richtige Gerätename verwendet wird und nicht etwa der der Festplatte.


Ab jetzt werden root-Rechte benötigt. Folgender Befehl schreibt das Image auf den USB Stick, wobei sdX der gerade herausgefundene Gerätename ist, hier sdc.

root@debian:~user/isobar#  dd if=biosupdate.img of=/dev/sdX

Installation des Updates

Jetzt wird der Rechner neu gestartet. Gleich nach dem Start muss die ThinkVantage Taste gedrückt werden, gefolgt von F12[4]. Im hier erscheinenden Bootmenü wird der USB-Stick ausgewählt und mit der Return-Taste bestätigt. Danach startet die Updatesoftware, hier wählt man den Punkt "Update System Program" und folgt den Anweisungen.


  1. Es kann in der Regel auch ein anderer Datenträger verwendet werden, der wie eine Festplatte angesprochen wird und von dem das Notebook booten kann.
  2. Alternativlinks: http://colimit.googlepages.com/isobar.c, Icon pastebin.gif 36152
  3. Der Name der Datei und die Ausgabe von isobar können je nach BIOS-Version abweichen.
  4. Oft reagiert das Gerät nicht auf die ThinkVantage Taste, d.h. man muss es öfter probieren. Oft hilft auch ein aus- und einschalten anstatt ein Neustart.