Lenovo IdeaPad S10-3

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Diese HowTo beschreibt die Installation von Debian GNU/Linux Squeeze auf einem Lenovo IdeaPad S10-3, Maschinentyp 0647.

Ersteinmal die technischen Daten des Gerätes:

  • Intel Atom N450 CPU
  • 10"-Display, 1024*600
  • 1 GB RAM, DDR2
  • 250 GB Festplatte
  • 1 freier Mini-PCI-Express-Slot
  • Atheros AR9285 WLAN
  • Realtek RTL8101E Gigabit-Ethernet

Installation

Da das Gerät ein Netbook ohne CD/DVD-Laufwerk ist und ich keinen Rohling für die Installation verbrennen wollte, habe ich per Debianpackage.png unetbootin die Netinst-CD auf einen USB-Stick eingerichtet. Gebootet wird am Gerät per Fn+F11 (das Gerät hat keine seperate F12-Taste, sondern einen Hotkey über Fn+F11) und Auswahl des USB-Sticks. Die Installation ist unspektakulär und verläuft ohne Besonderheiten.

erster Start und nachzuinstallierende Pakete

Die verbaute Hardware wird vollständig von Debian unterstützt, lediglich Debianpackage.png firmware-linux-free muss nachinstalliert werden, um die Firmwaredateien für die WLAN-Karte und die Netzwerkkarte bereitzustellen.

root@debian:~# apt-get install firmware-linux-free

Kernel aus Sid nachinstallieren

Mit dem Kernel in Squeeze ist leider nicht möglich [1], die Helligkeit des Displays per Hotkey zu regulieren. Der Kernel 2.6.37 kann dies und ist in Sid (Debianpackage.png linux-image-2.6.37-2-686) verfügbar. Die Paketquellenliste muss um Einträge für Sid ergänzt werden, damit der Kernel installiert werden kann.

root@debian:~# echo "deb ftp://ftp.de.debian.org/debian unstable main" >> /etc/apt/sources.list.d/sid.list

Danach ist

root@debian:~# apt-get update

auszuführen und der Kernel kann per

root@debian:~# apt-get install linux-image-2.6.37-2-686

installiert werden.

Um im Zukunft nicht versehentlich Pakete aus Sid zu installieren, sollte man die eben hinzugefügte sources.list-Zeile nach der Installation wieder entfernen.

root@debian:~# rm /etc/apt/sources.list.d/sid.list

Regelung Laut/Leise unter XFCE

Zuweisung der Tastenkombinationen unter XFCE

Offenbar bietet XFCE per se keine Möglichkeit die Laut/Leise-Hotkeys ohne weitere Konfiguration zu nutzen. Ich habe daher zwei Shellscripte erstellt, die per amixer den Master-Kanal regeln. Über Menü > Einstellungen > Tastatur > Tastenkürzel für Anwendungen kann man dann den beiden Scripts jeweils die Tastenkombination Fn + Pfeil links für leiser und Fn + Pfeil rechts für lauter zuweisen.

Script für Lauter

1 #!/bin/sh
2 amixer -q set Master 10%+

Script für Leiser

1 #!/bin/sh
2 amixer -q set Master 10%-

Touchpad

Die Konfiguration des Touchpad erfolgt über einen Configschnipsel in /etc/X11/xorg.conf.d/touchpad.conf und sieht so aus:

 1 Section "InputDevice"
 2  Identifier    "Synaptics Touchpad"
 3  Driver    "synaptics"
 4  Option    "Protocol" "auto-dev"
 5  Option    "CorePointer"
 6  Option    "LockedDrags" "false"
 7  Option    "VertEdgeScroll" "true"
 8  Option    "HorizEdgeScroll" "false"
 9  Option    "TapButton1" "1"        # Left click
10  Option    "LTCornerButton" "2"        # Two-buttons click
11  Option    "MaxDoubleTapTime" "120"
12  Option    "TapButton2" "3"        # Right click
13  Option    "EmulateTwoFingerMinZ" "20"
14  Option    "EmulateTwoFingerMinW" "5"
15  Option    "AreaBottomEdge" "4200"
16 EndSection

WWAN / UMTS

Typ und Einbau

Von Haus aus kommt das Netbook ohne WWAN-Karte, jedoch mit einer WWAN-Vorbereitung im Form von Antennen und dem SIM-Karten-Slot. Das Netbook hat eine Mini-PCI-Express-Slot, in dem man alle Lenovo-gebrandeten WWAN-Karten einbauen kann. Ich habe mir für eine Sony Erisson F3507G (Lenovo FRU 43Y6513) entschieden. Der Einbau gestaltet sich einfach, indem das Zugriffspanel auf der Unterseite geöffnet wird. Dann liegt der Slot direkt frei und man kann die Karte einbauen. Die SIM-Karte kommt in den SIM-Slot hinter dem Akku.

Gegebenfalls muss das Netbook nach dem Einbau nochmal kurz mit der Windows-Platte gestartet werden, um die Karte einzuschalten. Dies war bei mir der Fall. Nach der Installation der Windows-Treiber konnte man die Karte im Einwahlprogramm aktivieren und danach wurde die Karte auch unter Debian erkannt.

Einwahlprogramm

Die Einwahl ins UMTS-Netz kann über verschiedene Tools erfolgen. Der Debianpackage.png network-manager ist eine Möglichkeit. Diese Seite widmet sich der Einwahl über Debianpackage.png wvdial.

/etc/wvdial.conf

 1 [Dialer Defaults]
 2 Init1 = ATZ
 3 Init2 = ATQ0 V1 E1 S0=0 &C1 &D2 +FCLASS=0
 4 Modem Type = USB Modem
 5 Baud = 460800
 6 New PPPD = yes
 7 Modem = /dev/ttyACM0
 8 ISDN = 0
 9 ; Phone = <Target Phone Number>
10 ; Password = <Your Password>
11 ; Username = <Your Login Name>
12 
13 [Dialer gps]
14 Modem = /dev/ttyACM0
15 Init1 = AT*E2GPSCTL=1,5,1
16 Init2 = AT*E2GPSNPD GPGGA
17 
18 [Dialer on]
19 Modem = /dev/ttyACM1
20 Init1 = AT+CFUN=1
21 Init2 = AT+CPIN="0815"
22 
23 [Dialer off]
24 Modem = /dev/ttyACM1
25 Init1 = AT+CFUN=4
26 
27 [Dialer connect]
28 Modem = /dev/ttyACM1
29 Init1 = AT
30 Init2 = ATQ0 V1 E1 S0=0 &C1 &D2 +FCLASS=0
31 Init3 = AT+CGDCONT=1,"IP","event.vodafone.de"
32 Stupid Mode = 1
33 Modem Type = USB Modem
34 Baud = 460800
35 ISDN = 0
36 Phone = *99#
37 Password = foo
38 Username = bar


Weblinks/Verweise



Baustelle.png Baustelle: Dieser Artikel ist eine Baustelle. Das heißt, jemand hat sich dieses Artikels angenommen und überarbeitet ihn gerade.


Ich bin dabei, dieses Howto aufzubauen, bin mir aber noch nicht ganz sicher, ob es überhaupt notwendig ist. --Feltel 16:44, 23. Okt. 2010 (UTC)