Turboinstallation eines Tonstudios

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Dies ist ein Express-HowTo zur schnellen Installation eines Tonstudios unter Debian Squeeze in 3 Schritten

  1. Debian neu installieren
  2. niedrige Latenzen herstellen
  3. Software installieren.

Für dieses HowTo sollte man Erfahrung mit Debian haben, da hier nichts weiter erläutert wird sondern lediglich beschrieben wird, was zu tun ist. Wer Erläuterungen zum Vorgehen haben will sollte zu dem Artikel Installation eines Tonstudios wechseln.

Neuinstallation

Man ziehe sich den Netinstaller und erfülle bei der Installation folgende Punkte:

  • Nach dem Starten des Rechners mit CD den Punkt Advanced -> expert install auswählen
  • "alle verfügbaren Treiber" auswählen
  • folgende Installer-Komponenten sollten ausgewählt werden:
    • sound-modules-2.6.32-5-amd64-di:sound support (nur 64-bit)
  • Die Frage root anmelden erlauben mit nein beantworten und ein eigenes Nutzerkonto anlegen
  • Die Frage, ob man non-free-Software verwenden will, bejahen.

Latenzen

Nach der Installation bearbeite man die /etc/security/limits.conf für niedrige Latenzen mit root-Rechten und füge vor der letzten Zeile diese drei Zeilen ein:

  • USER - rtprio 99
  • USER - memlock unlimited
  • USER - nice -19

USER=System-Benutzername. Eventuell rtprio nur auf 90 stellen, nice auf -10 und memlock begrenzen.

Jetzt noch einen (am besten den 2.6.39.4) Realtime-Kernel kompilieren.

Für Ungeduldige (eher nicht zu empfehlen): einen RT-Kernel runterladen und installieren. Empfehlenswert ist der 2.6.39er. Der neueste 3.x-Kernel kann aufgrund der "3" im Namen nach Hörensagen Probleme machen. CPU-Scaling muss immer kernelseitig aus sein weil ein Wechsel der CPU-Taktung die Latenz stark stören kann. Danach den Neustart nicht vergessen und den neuen Kernel beim Booten auswählen.

Software installieren

Mit einem simplen apt-get install ein nahezu komplettes Tonstudio mit den gängigen Programmen (OHNE kleine Konsolenprogramme und OHNE Grafik oder Videoprogramme, Ausnahme gimp und xjadeo) installieren. Hier findet nur wenig Auswahl statt, es wird eher in Richtung Breite installiert (inklusive dem debian multi media-Repo):

root@debian:~# apt-get install aconnectgui aeolus amarok amb-plugins ambdec ample ams amsynth aqualung ardour audacious audacity audtty blepvco bristol brutefir buzztard calf-plugins cdparanoia cheesetracker chuck cmt composite creox csladspa csound csound-gui csound-utils denemo dbmix djplay fluidsynth fluidsynth-dssi frescobaldi galan gtklick guitarix hexter horgand hydrogen hydrogen-drumkits invada-studio-plugins-lac invada-studio-plugins-lv2 jaaa jackd jack-rack jack-tools jackeq jamin jconvolver kluppe ladspa-sdk lame lmms lv2core lv2fil lv2vocoder mcp-plugins meterbridge monobristol nted nyquist omins puredata qsynth qtractor qutecsound rezound ripperx rosegarden rubberband-ladspa rubberband-vamp seq24 silentjack sineshaper slv2-jack sooperlooper stk swh-plugins tap-plugins terminatorx timemachine timidity timidity-interfaces-extra tk707 tuxguitar tuxguitar-jack tuxguitar-fluidsynth vamp-examples vamp-plugin-sdk vco-plugins vkeybd vmpk vocproc whysynth wsynth-dssi xjadeo xwax zynaddsubfx zynadd zynjacku alsa-firmware-loaders dssi-vst gimp

Bemerkungen:

  • Den LinuxSampler muss man selbst kompilieren
  • Will man ein Ardour mit VST-Schnittstelle haben, so muss man ein 32-Bit-System am Laufen haben sowie das Programm selbst kompilieren.

Die Orchester- und Klavierklänge muss man als Datei einzeln herunterladen (nicht im Befehl enthalten) und im LinuxSampler öffnen.

Links

Einen sehr ähnlichen Artikel, der eventuell etwas aktueller ist, kann man hier finden.

Hinweis.png Hinweis: Um zuviel Redundanz zu vermeiden wird hier nur auf die Links des langen Tonstudio-Artikels verwiesen.



Seite erstellt von: Musix 21:38, 30. Nov. 2011 (CET)